Direkt zum Inhaltsbereich

Lipase-Hemmung reduziert Mikroalbuminurie

PARIS (gvg). Orlistat, ein Hemmstoff des fettspaltenden Enzyms Lipase, reduziert bei stark Übergewichtigen nicht nur das Körpergewicht, sondern verringert nach einer Pilotstudie auch die Albuminausscheidung im Harn.

Veröffentlicht:

An der Studie hatten sich 34 stark übergewichtige Menschen mit einem durchschnittlichen BMI von 39 beteiligt. Die Studie wurde von Ärzten der Universität Athen beim Hypertoniekongreß in Paris vorgestellt. Die Teilnehmer erhielten zur Gewichtsabnahme sechs Monate täglich 120 Milligramm Orlistat und reduzierten den BMI durchschnittlich von 39 auf 35.

Zudem verringerte sich die bei allen Teilnehmern bestehende Mikroalbuminurie signifikant von 105 auf 74 Milligramm pro 24 Stunden, unabhängig von der Verringerung des BMI und von der Blutdrucksenkung.

"Da die Mikroalbuminurie zunehmend als eigenständiger Risikofaktor bei Hypertonikern angesehen wird, könnte eine Orlistattherapie das kardiovaskuläre Risiko zusätzlich zum Gewichtsverlust günstig beeinflussen", so die Studienleiter.

Daß von dieser Therapie Fettleibige nicht nur beim Gewicht profitieren, hat schon die XENDOS (XENical® in the prevention of Diabetes in Obeses Subjects) belegt. Dort war die Rate an neuen Diabeteserkrankungen mit dem Fettblocker um ein Drittel geringer als mit Placebo.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Doch kein Synergismus?

Trainingseffekte womöglich durch Metformin abgeschwächt

Das könnte Sie auch interessieren
50 Jahre Jung-Preis

© Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung

50 Jahre Jung-Preis

Freiheit als Voraussetzung für medizinischen Fortschritt

Anzeige | Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Studien CLIMB THAL-111 und -131: Veränderung des Gesamt-Hb-Werts und des HbF-Werts nach Exa-cel-Infusion bei TDT-Patientinnen und -Patienten (Quelle: Locatelli F et al., European Society for Blood and Marrow Transplantation (EBMT) 2026, Madrid, Spanien, Abstract GS2-5)

© Springer Medizin Verlag

Neue Perspektiven bei Hämoglobinopathien

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Vertex Pharmaceuticals (Germany) GmbH, München
Abb. 1: WAYPOINT-Studie: schnelle und signifikante Reduktion des SNOT-22-Scores über 52 Wochen

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [6]

Schwere, unkontrollierte CRSwNP

Wirkansatz an epithelialen Alarminen

Sonderbericht | Beauftragt und finanziert durch: AstraZeneca GmbH, Hamburg
Abb. 1: Signalkaskade der kardiovaskulären Inflammation

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [9]

Sekundärprophylaxe nach Herzinfarkt

Therapie der kardiovaskulären Inflammation senkt das Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: APONTIS PHARMA Deutschland GmbH & Co. KG
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Hormone, Schwangerschaft, Wechseljahre

Warum ein Diabetes Frauen anders trifft als Männer

Raumfahrtmediziner im Porträt

Jens Jordan – ein Arzt für Weltall und Erde

Lesetipps
Dreidimensionale gerenderte Darstellung der Anatomie des menschlichen Herzens.

© PIC4U / stock.adobe.com

Schutzmechanismus entdeckt?

Warum Krebs im Herzen selten vorkommt

Die Ärzte Zeitung ist jetzt auch auf Instagram aktiv.

© prima91 / stock.adobe.com

Social Media

Folgen Sie der Ärzte Zeitung auf Instagram