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Neuer Hemmstoff läßt Fettzellen wegschmelzen

HOUSTON (ple). Den Stein der Weisen hat man für die Therapie bei Adipositas noch nicht gefunden. Was jetzt bei Tieren entdeckt wurde, könnte sich aber als wichtiger Fortschritt erweisen: Denn mit einem Eiweißmolekül ist es US- Forschern gelungen, ohne unerwünschte Wirkungen Fettzellen regelrecht wegzuschmelzen.

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Die Forscher um Dr. Mikhail G. Kolonin vom Krebszentrum in Houston in Texas haben ihre Forschung an die Beobachtung geknüpft, daß sich Adipositas durch Hemmstoffe der Gefäßbildung zurückbilden läßt - ganz so wie in der Onkologie antiangiogenetische Wirkstoffe die Blutversorgung von Tumoren unterbinden können und dadurch die Zellen ausgehungert werden.

Die US-Forscher haben dazu ein kurzes Eiweißmolekül synthetisiert, das sich an das Protein Prohibitin in den Gefäßen heftet, die die Fettgewebszellen versorgen (Nat Med 10, 2004, 625). Prohibitin ist ein Rezeptor auf Endothelzellen des Fettgewebes - sowohl bei Mäusen als auch bei Menschen. Das von den Wissenschaftlern synthetisierte Eiweißmolekül fördert den programmierten Zelltod jener Zellen, die Prohibitin auf ihrer Oberfläche tragen.

Durch die Behandlung adipöser Mäuse mit dem kurzen Eiweißmolekül nahmen die Tiere auf Normalgewicht ab. Zugleich nahm die Stoffwechselrate zu. Folge der Behandlung war, daß die behandelten Tiere weniger Nahrung zu sich nahmen.

Unklar ist bisher, warum sich das Eiweißmolekül gezielt an Prohibitin der Gefäße im Fettgewebe heftet. Möglicherweise sind an dem antiadipösen Effekt noch andere Moleküle beteiligt.

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