Forschung und Praxis, 13.12.2004

Adipositas geht ins Geld

Mit dem Bauchumfang wachsen nach einer US-Studie anscheinend auch die Kosten für individuell zu zahlende Medikamente. Foto: PhotoDisc

Fettleibigkeit kommt teuer zu stehen. Denn die monatlichen Kosten, die für verschriebene Medikamente in der Apotheke anfallen, sind bei adipösen Personen fast viermal höher als bei normalgewichtigen Menschen.

Dies ergab eine in New Orleans vorgestellte Erhebung einer amerikanischen Arbeitsgruppe um Dr. Thomas Allison an der Mayo-Klinik in Rochester bei 328 Männern im durchschnittlichen Alter von 47 Jahren.

Nach ihrer Berechnung gaben Normalgewichtige monatlich im Schnitt 23 Dollar für die Bezahlung von Medikamenten aus der Apotheke aus. Übergewichtige Männer (BMI > 25 - < 30) mußten mit Kosten von 39 Dollar schon etwas tiefer in die Tasche greifen. Finanziell am stärksten betroffen waren allerdings mit etwa 80 Dollar pro Monat Personen mit Adipositas (BMI > 30). Sie mußten im Vergleich zu Normalgewichtigen für die allein in Apotheken anfallenden Kosten eine finanzielle Extra-Belastung von jährlich etwa 700 Dollar in Kauf nehmen.

Mit dem Körpergewicht nahm auch die Zahl der bei einem gründlichen Gesundheits-Check der Männer festgestellten kardiovaskulären Risikofaktoren - Ausnahme: Rauchen - progredient zu. Auch über gesundheitliche Probleme wie Rückenschmerzen, Gelenkbeschwerden, erektile Dysfunktion, Schlafapnoe, Refluxerkrankung, Depression oder Gicht wurde mit zunehmender Leibesfülle häufiger geklagt. (ob)

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