Direkt zum Inhaltsbereich

Adipositas geht ins Geld

Veröffentlicht:

Fettleibigkeit kommt teuer zu stehen. Denn die monatlichen Kosten, die für verschriebene Medikamente in der Apotheke anfallen, sind bei adipösen Personen fast viermal höher als bei normalgewichtigen Menschen.

Dies ergab eine in New Orleans vorgestellte Erhebung einer amerikanischen Arbeitsgruppe um Dr. Thomas Allison an der Mayo-Klinik in Rochester bei 328 Männern im durchschnittlichen Alter von 47 Jahren.

Nach ihrer Berechnung gaben Normalgewichtige monatlich im Schnitt 23 Dollar für die Bezahlung von Medikamenten aus der Apotheke aus. Übergewichtige Männer (BMI > 25 - < 30) mußten mit Kosten von 39 Dollar schon etwas tiefer in die Tasche greifen. Finanziell am stärksten betroffen waren allerdings mit etwa 80 Dollar pro Monat Personen mit Adipositas (BMI > 30). Sie mußten im Vergleich zu Normalgewichtigen für die allein in Apotheken anfallenden Kosten eine finanzielle Extra-Belastung von jährlich etwa 700 Dollar in Kauf nehmen.

Mit dem Körpergewicht nahm auch die Zahl der bei einem gründlichen Gesundheits-Check der Männer festgestellten kardiovaskulären Risikofaktoren - Ausnahme: Rauchen - progredient zu. Auch über gesundheitliche Probleme wie Rückenschmerzen, Gelenkbeschwerden, erektile Dysfunktion, Schlafapnoe, Refluxerkrankung, Depression oder Gicht wurde mit zunehmender Leibesfülle häufiger geklagt. (ob)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Prävalenz-Vergleich der Kreise

Auffällig hoher Anteil an multimorbiden Menschen in Ostdeutschland

Das könnte Sie auch interessieren
Jugendliche die schon früh, ohne Eltern in die Sprechstunde kommen, werden selbstständiger.

© Racle Fotodesign / stock.adobe.com

Typ-1-Diabetes bei Kindern und Jugendlichen

Wie gelingt der Übergang vom Pädiater in die Erwachsenenmedizin?

Frauen erhalten eine andere und meist schlechtere Behandlung als Männer. Sie sind häufiger vom Medical Gaslighting betroffen, insbesondere in der Kardiologie.

© NPS Studio / stock.adobe.com

Hormone, Schwangerschaft, Wechseljahre

Warum ein Diabetes Frauen anders trifft als Männer

50 Jahre Jung-Preis

© Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung

50 Jahre Jung-Preis

Freiheit als Voraussetzung für medizinischen Fortschritt

Anzeige | Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung
Kommentare
Sonderberichte zum Thema

Opioid-induzierte Obstipation

Paradigmenwechsel in der Behandlung: Vom Stuhl zum Nervensystem

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Grünenthal GmbH, Aachen
Abb. 1: Die kardiorenalmetabolische Organachse: ganzheitliche Versorgung durch interdisziplinäre Zusammenarbeit (Quelle: Michalopoulou E et al., J Clin Med 2025, 14:428)

© Springer Medizin Verlag

Biomarker gegen Diabetes-Folgen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Roche Diagnostics Deutschland GmbH, Mannheim
Porträt: xxx

© Porträt: Alexander Sahi

„ÄrzteTag extra“-Podcast

Testosteronmangel: Worauf es in der Hausarztpraxis ankommt

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Besins Healthcare Germany GmbH, Berlin
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

„ÄrzteTag“-Podcast

Cannabis-Blüten auf Kassenrezept sind raus – was sind die Alternativen?

Lesetipps
Luftverschmutzung aufgrund von Feuer, gepaart mit Hitzewellen - da leidet nicht nur die Lunge, sondern auch das Herz.

© Kang / stock.adobe.com

Effekte der Klimaerwärmung

Hitze plus Waldbrandrauch erhöhen kardiovaskuläre Mortalität