Diabetes

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Modul: Strategien zur Gewichtsreduktion bei Typ-2-Diabetes

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Ärzte Zeitung, 28.01.2005

Beim Kampf gegen die Pfunde zählt jede Bewegung

WASHINGTON (dpa). Es muß gar nicht Aerobic sein. Das Geheimnis der Schlankheit liegt nach Erkenntnissen von US-Forschern in den ganz alltäglichen Bewegungen: Treppensteigen statt Fahrstuhl, Abwaschen per Hand statt per Geschirrspüler, Fußweg statt Auto oder Bus. Der Körper verbrennt selbst dann Kalorien, wenn man mit dem Fuß den Takt schlägt.

Das Team um Dr. James Levine und seine Kollegen von der Mayo Klinik in Rochester in Minnesota stattete in ihrer Studie zehn normal gewichtige Menschen und zehn leicht übergewichtige mit Sensoren am Körper aus (Science 307, 2005, 584).

Diese zeichneten jede noch so kleine Bewegung rund um die Uhr auf. Alle Teilnehmer hatten Berufe, die sie zum Sitzen zwangen. Sie gingen während der zehntägigen Untersuchung ihren gewohnten Aufgaben nach, nahmen die Mahlzeiten jedoch in einer Klinik ein, so daß gleich große Portionen mit der exakt gleichen Kalorienzahl gewährleistet waren.

Die Auswertung von insgesamt 150 Millionen Meßdaten ergab, daß die schlankeren Menschen im Durchschnitt 150 Minuten am Tag länger in Bewegung waren als die etwas fülligeren. Dieses Bewegungs-Plus sorgte dafür, daß sie täglich 350 Kalorien mehr verbrannten, erläutert Levine.

Daß die "Couch Potatoes" sich von Natur aus weniger bewegen - und nicht wegen ihres Gewichts - wiesen die Forscher ebenfalls nach. Sie setzten die zehn fülligeren Teilnehmer auf Diät, die schlankeren Menschen mußten dagegen täglich 1000 Kalorien zu viel zu sich nehmen. Die Bewegungsfreude der "Couch Potatoes" nahm durch das Abnehmen aber nicht zu. Die schlankeren Vergleichspersonen bewegten sich dagegen auch mit zusätzlichen Pfunden mehr.

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