Ärzte Zeitung, 08.03.2005

Mit Adiponectin neuer Ansatz bei Insulinresistenz?

LEIPZIG/LÜBECK (mar). Zwischen Adipositas und Insulinresistenz besteht ein enger Zusammenhang. Das wird etwa bei Patienten mit metabolischem Syndrom deutlich. Mittlerweile ist nachgewiesen, daß Fettzellen endokrin aktiv sind und sogenannte Adipokine wie Adiponectin, Interleukin-6, Leptin, Tumornekrosefaktor alpha und Resistin sezernieren. Diese Adipokine beeinflussen die Insulinsensitivität und den Energiestoffwechsel.

Daher könnten sie das bislang fehlende kausale Bindeglied zwischen Übergewicht und Insulinresistenz sein, wie deutsche Forscher aus Leipzig und Lübeck berichten (Dtsch Arztebl 101, 491).

So wird Interleukin-6 bei Übergewicht vermehrt freigesetzt, es erhöht die Insulinresistenz. Umgekehrt ist die Sekretion von Adiponectin, einem endogenen Insulinsensitizer, bei Adipositas und Insulinresistenz vermindert. Die Adiponectin-Freisetzung kann durch Glitazone stimuliert werden, damit wird die Insulinsensitivität erhöht.

Da bereits zwei Adiponectin-Rezeptoren identifiziert wurden, könnten spezifische Adiponectin-Agonisten entwickelt werden, mit dem Ziel, die Insulinresistenz zu senken.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »