Ärzte Zeitung, 22.04.2005

Ein paar Pfunde zuviel schaden offenbar nicht

CHICAGO (dpa). Leichtes Übergewicht (BMI 25 bis 29,9) ist nach einer US-Studie nicht mit einer erhöhten Sterberate assoziiert sondern kann bei einigen Menschen das Leben sogar verlängern.

Nach den Ergebnissen einer US-Studie setzen nur extrem fettleibige Menschen (BMI ab 30) ihre Gesundheit aufs Spiel - das sind immerhin acht Prozent der US-Bevölkerung.

Das berichten Forscher des Nationalen Krebsforschungsinstitutes (NCI) und der Seuchenbehörde CDC in den USA (JAMA 293, 2005, 1861). Den Ergebnissen zufolge hilft leichtes Übergewicht vor allem älteren Menschen, schlechte Zeiten und Krankheiten zu überleben.

Nach den Ergebnissen der Studie sterben jedes Jahr 112 000 fettleibige und extrem fettleibige US-Bürger an den Folgen von Übergewicht. Zur gleichen Zeit überleben 86 000 Menschen dank ihres leichten Übergewichts. Wegen Untergewicht sterben hingegen pro Jahr 34  000 US-Bürger. Im vergangenen Jahr hatte eine CDC-Studie noch ergeben, daß 365 000 US-Bürger jährlich an den Folgen ihres Übergewichts sterben.

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