Ärzte Zeitung, 29.04.2005

KOMMENTAR

Gezielte Motivation stärkt den Diäterfolg

Von Ruth Ney

Die Untersuchung an den Vestischen Kinderkliniken in Datteln ist ein guter Beleg, daß ein ambulantes Therapieprogramm mit einer Ernährungs-, Verhaltens- und Bewegungstherapie, die für Kinder geeignet sind, auch langfristig den Pfunden adipöser Kinder zuleibe rückt.

Sie bestätigt auch, wie wichtig die Motivation für den Diäterfolg ist. So wurde vor vier Jahren als Eingangskriterium für die "Obeldicks"-Teilnahme, das aktive Mitmachen in Sportvereinen oder eigens dafür eingerichteten Adipositas-Sportgruppen über mindestens acht Wochen eingeführt.

Danach verbesserte sich die Erfolgsquote deutlich, und die Quote der Abbrecher verringerte sich. Kinder, die schon vorher bereit waren, sich sportlich zu betätigen, waren also offenbar auch eher motiviert, das folgende Abnehmprogramm über ein Jahr mitzumachen.

Deutlich werden bei der Untersuchung aber auch die Grenzen eines zeitlich limitierten Abnehmprogramms: So haben zwar 80 Prozent der Teilnehmer erfolgreich fünf bis zehn Prozent ihres Ausgangsgewicht verloren. Dennoch blieben 65 Prozent der Kinder adipös. Sie brauchen also weiterhin eine gezielte Betreuung, die sie beim langsamen Prozeß des Abnehmens unterstützt, damit sie nicht noch als Erwachsene stark übergewichtig sind.

Lesen Sie dazu auch:
"Obeldicks"-Kinder verlieren langfristig an Gewicht

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