Ärzte Zeitung, 20.06.2005

Forscher züchten Mäuse fast ganz ohne Fettgewebe

NEW YORK (ple). US-Forscher haben ein Tiermodell geschaffen, mit dem sich der Fettmetabolismus besser als bisher erforschen läßt. Es handelt sich um genetisch veränderte Mäuse, bei denen sich der Abbau des Fettgewebes an- und abschalten läßt.

Werden die Tiere während ihrer Entwicklung mit einer bestimmten Substanz behandelt, sterben die Fettzellen durch Apoptose, also den programmierten Zelltod. Die Tiere haben dann kaum noch Fettgewebe, und sind Glukose-intolerant; die Insulinsekretion läßt sich kaum durch Glukose stimulieren. Zudem lassen sich bei diesen Mäusen nur schlecht Entzündungen hervorrufen. Schließlich fressen die Tiere unabhängig von der Menge an Leptin, das den Appetit reguliert. Wird die Behandlung beendet, dann entwickeln sich wieder funktionstüchtige Fettzellen.

An ihrem Tiermodell haben die Forscher, die heute in der Online-Ausgabe von "Nature Medicine" über ihr Forschungsergebnis berichten, zumindest eines schon gelernt: Daß nämlich der Abbau von Fettgewebe als einfache Maßnahme gegen Typ-2-Diabetes offenbar nicht ausreicht.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Welche Stoffe in Energy-Drinks wirken auf Herz und Kreislauf?

Energy-Drinks haben eine durchschlagende Wirkung: Es kommt zu signifikanten Verlängerungen des QTc-Intervalls, und der systolische Blutdruck ist erhöht. Möglicherweise ist dafür nicht nur das Koffein verantwortlich. mehr »

Das war der Ärztetag 2017 in Bildern

Das war er nun, der 120 Ärztetag in Freiburg. Unsere Bildergalerie zeigt die schönsten, spannendsten Momente des viertägigen Kongresses. mehr »

Grünes Licht für GOÄ-Reformprozess

Der Deutsche Ärztetag hat den Verhandlungsführern für die GOÄ-Reform am Donnerstagabend grünes Licht für den weiteren Novellierungsprozess gegeben. mehr »