Ärzte Zeitung, 21.02.2007

Nach einer Magenbypass-Op ist Ileus möglich

SEOUL (ner). Nach MagenbypassOperationen können - wenn auch selten - Dünndarm-Obstruktionen auftreten. Besteht dieser Verdacht, sollte eine Computertomografie veranlasst werden, empfehlen südkoreanische Chirurgen.

Typische Symptome des Dünndarm-Verschlusses sind Erbrechen und Bauchschmerzen. Kommen Adipositas-Patienten nach Magenbypass-Op mit diesen Beschwerden in die Praxis, sollte an diese Komplikation gedacht werden, auch wenn die Op schon einige Zeit zurück liegt.

Nach Angaben der Arbeitsgruppe um Dr. M. Cho aus Seoul in Südkorea bekommen 1,5 Prozent der Patienten nach der Op wegen extremer Adipositas eine Dünndarm-Obstruktion. Das hat eine retrospektive Studie bei 1400 Patienten ergeben, die sich einer Magenbypass-Op unterzogen hatten (J Am Coll Surg 202, 2006, 262). Die Zeitspanne bis zum Auftreten der Komplikation lag zwischen zehn Tagen und 62 Wochen.

Bei 17 von 19 Patienten gelang die Diagnose per Computertomografie, aber nur bei 5 von 15 mit Hilfe eines Gastrographin-Schlucks. Die häufigsten Ursachen der Dünndarmobstruktion waren Stenosen der Jejuno-Jejunostomie, Adhäsionen und inkarzerierte Bauchwandhernien. Meist musste erneut operiert werden.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Im Sushi war der Wurm drin

Der Hinweis aufs Sushi brachte die Ärzte auf die richtige Spur. Statt den Patienten wegen Verdachts auf akutes Abdomen zu operieren, führten sie eine Gastroskopie durch. mehr »

Alle wichtigen Videos vom Ärztetag

Digitalisierung, Angst vor Veränderung, Wunschminister: Die Ärztezeitung fasst für Sie die wichtigen Themen des Ärztetags in kurzen Videos zusammen. mehr »

Importierte Infektionen führen leicht zu Diagnosefehlern

Wann muss ein Arzt für eine Fehldiagnose gerade stehen? In einem aktuellen Fall entschied das Oberlandesgericht Frankfurt gegen einen Arzt. mehr »