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Modul: Strategien zur Gewichtsreduktion bei Typ-2-Diabetes

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Ärzte Zeitung, 16.02.2007

Täglich auf die Waage hilft, das Gewicht zu halten

Mit regelmäßiger Gewichtskontrolle plus persönlicher Beratung setzt der Speck nach dem Abnehmen nicht wieder an

PROVIDENCE (mut). Wie können Ärzte Patienten nach erfolgreichem Abnehmen dabei helfen, dass sie nicht bald wieder überschüssige Pfunde mit sich herumschleppen? Am besten, indem sie die Patienten auffordern, sich täglich zu wiegen und die Gewichtsänderungen dokumentieren. Und indem sie den Patienten regelmäßig Mut machen, auf ihr Gewicht zu achten.

Sicher - für einige Übergewichtige mag es kontraproduktiv sein, wenn sie sich ständig mit ihrem Gewicht beschäftigen. Doch ein Teil der Betroffenen schafft es tatsächlich, nach dem Abnehmen das Gewicht zu halten, wenn sie es täglich selbst kontrollieren und mit Gesprächen dabei unterstützt werden. Darauf deutet eine US-Studie mit 314 Teilnehmern, die alle im Schnitt 20 Kilo abgenommen hatten.

Die Teilnehmer durften danach 18 Monate lang an verschiedenen Programmen teilnehmen. Ein Drittel wurde gebeten, täglich das Gewicht zu messen und die Daten einmal pro Woche telefonisch an die Studienleiter durchzugeben.

Ein weiteres Drittel sollte sich ebenfalls täglich wiegen und das Gewicht per Internet durchgeben. Diese beiden Gruppen wurden zudem von Ernährungsberatern, Physiologen und Psychologen betreut. Dies geschah in der Telefongruppe durch monatliche Treffen, in der Internetgruppe durch regelmäßige Chats.

Je nach Gewichtszunahme wurden die Teilnehmer während der Studie einer grünen Zone (unter 1,4  kg Zunahme) zugeordnet, einer gelben (1,4 bis 2,2  kg) oder einer roten Zone (über 2,4 kg). Teilnehmer in der grünen Zone erhielten monatlich kleine grüne Geschenke wie einen grünen Apfel, grünen Tee oder eine Fünf-Dollar-Note. Gerieten die Teilnehmer in die gelbe oder rote Zone, wurde ihnen jeweils per Telefon oder Internet eine intensive Beratung angeboten, um wieder in den grünen Bereich zu kommen.

Ein Drittel der Teilnehmer, die Kontrollgruppe, erhielt lediglich alle drei Monate einen Infobrief mit Tipps zur Ernährung, zur Bewegung und zur Gewichtskontrolle.

Die Ergebnisse: In der Telefongruppe lag die Gewichtszunahme nach 18 Monaten bei 2,5  kg. Fast doppelt soviel waren es in der Gruppe ohne Intervention, nämlich 4,9  kg. Überraschenderweise war in der Internetgruppe die Zunahme mit 4,7 kg ähnlich hoch wie in der Kontrollgruppe. Offenbar war das persönliche Gespräch durch den Internet-Chat nicht zu ersetzen.

Die Studienleiter aus Providence in den USA machten zudem eine weitere Beobachtung: Die Gewichtszunahme war bei denjenigen Teilnehmern am geringsten, die sich tatsächlich täglich wogen. Und dieser Anteil war in der Gruppe mit persönlichem Kontakt am höchsten (NEJM 355, 2006, 1563).

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