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KOMMENTAR

Packen wir es an, das Fettproblem!

Von Gabriele Wagner Veröffentlicht:

Hat Deutschland nun die meisten dicken Menschen und damit zurecht den ersten Platz unter den europäischen Ländern, wie in der aktuellen Studie behauptete wird, die zu so viel öffentlicher Aufregung geführt hat? Oder sollte man nicht besser die Zahlen der RKI-Studie zum Vergleich mit anderen Ländern heranziehen und Deutschland damit ins obere Mittelfeld herunterrechnen?

Das ist doch völlig egal! Fakt ist, dass in Deutschland zwei von drei Männern und mehr als jede zweite Frau zu dick sind. Und je älter, desto mehr Menschen sind dick: Bei den über 60-Jährigen haben 80 Prozent schwer an ihrem Gewicht zu tragen. Diese Menschen profitieren von den von vielen Experten und Politikern jetzt geforderten Präventionsprogrammen natürlich nicht mehr. Ihnen helfen nur Lebensstil-Änderungen. Und da sind die niedergelassenen Kollegen gefragt - und gefordert.

Anders bei den Kindern und Jugendlichen: Nach den Daten des RKI nimmt auch bei ihnen die Prävalenz von Übergewicht zu. Da viele von ihnen offenbar zuhause nicht mehr lernen, was am besten gegessen wird, mag es Erfolg versprechend sein, Unterricht in Kindergärten und Schulen zu ausgewogener Ernährung und ausreichender Bewegung einzuführen. Allerdings: Das Problem von Übergewicht, egal in welcher Altersgruppe, ist kein neues Problem. Deshalb wundert die Aufregung jetzt schon ein bisschen. Dennoch: besser später als nie! Packen wir es also an, das Fettproblem!

Lesen Sie dazu auch den Hintergrund: Auch die Menschen in Deutschland werden immer dicker - doch das ist wirklich kein neues Problem

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