Direkt zum Inhaltsbereich

Senken der Adipositas-Prävalenz - da können Kollegen einiges tun

ULM (hub). Kinder und Jugendliche konsumieren zu viel gesüßte Getränke. Um auf das damit verbundene Adipositas-Risiko aufmerksam zu machen, haben Fachgesellschaften Verzehr-Empfehlungen verabschiedet.

Veröffentlicht:
Limo schmeckt zwar gut, führt aber auf Dauer zu überflüssigen Pfunden.

Limo schmeckt zwar gut, führt aber auf Dauer zu überflüssigen Pfunden.

© Foto: Anette Linnea Rasmussenfotolia.com

15 Prozent der 3- bis 17-Jährigen in Deutschland sind übergewichtig. Absolut entspricht das einer Zahl von fast zwei Millionen zu dicker Kinder und Jugendlicher. "Zwischen dem Verzehr von zuckerhaltigen Getränken und dem Risiko für die Entstehung von Übergewicht besteht ein deutlicher Zusammenhang", so die Ernährungskommissionen pädiatrischer Fachgesellschaften aus Deutschland, Österreich und der Schweiz (Monatsschr Kinderheilkd 165, 2008, 484).

Wenn die Energie zuckerhaltiger Getränke nicht an anderer Stelle eingespart wird, und nicht mehr Kalorien verbraucht werden, führt die erhöhte Energiezufuhr zu mehr Körpergewicht: Denn eine Portion (330 ml) Limonade enthält 150 kcal oder 40 bis 50 g Zucker - das entspricht 10 Teelöffeln Zucker. Rechnerisch könnte eine Dose Limo pro Tag zu fast sieben Kilo mehr Gewicht pro Jahr führen. Die Fachgesellschaften raten:

  • Für gesunde Kinder und Jugendliche gibt es keinen Grund, über Getränke zusätzliche Energie aufzunehmen, sie sollten darauf verzichten.
  • Es sollten vielmehr energiefreie oder energiearme Getränke (Wasser, ungezuckerte Tees, stark verdünnte Saftschorlen) getrunken werden.
  • Kinder- und Jugendärzte sollten ihre Patienten und deren Eltern über mögliche Risiken durch Softdrinks aufklären.
  • In Kindergärten und Schulen sollte die Abgabe zuckerhaltiger Getränke eingeschränkt werden.
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Sonderbericht

Biomarker gegen Diabetes-Folgen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Roche Diagnostics Deutschland GmbH, Mannheim
Das könnte Sie auch interessieren
Vitamin-B12-Mangel frühzeitig behandeln!

© Aleksandr | colourbox.de

Fatal verkannt

Vitamin-B12-Mangel frühzeitig behandeln!

Anzeige | WÖRWAG Pharma GmbH & Co. KG
Aktuelle Empfehlungen für die Praxis

© polkadot - stock.adobe.com

Vitamin-B12-Mangel

Aktuelle Empfehlungen für die Praxis

Anzeige | WÖRWAG Pharma GmbH & Co. KG
B12-Mangel durch PPI & Metformin

© Pixel-Shot - stock.adobe.com

Achtung Vitamin-Falle

B12-Mangel durch PPI & Metformin

Anzeige | WÖRWAG Pharma GmbH & Co. KG
50 Jahre Jung-Preis

© Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung

50 Jahre Jung-Preis

Freiheit als Voraussetzung für medizinischen Fortschritt

Anzeige | Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Die kardiorenalmetabolische Organachse: ganzheitliche Versorgung durch interdisziplinäre Zusammenarbeit (Quelle: Michalopoulou E et al., J Clin Med 2025, 14:428)

© Springer Medizin Verlag

Biomarker gegen Diabetes-Folgen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Roche Diagnostics Deutschland GmbH, Mannheim
Abb. 1: Verlauf des Rett-Syndroms

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Rett-Syndrom

Diagnose und Verlauf einer herausfordernden Erkrankung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Acadia Pharmaceuticals (Germany) GmbH, München
Porträt: xxx

© Porträt: Alexander Sahi

„ÄrzteTag extra“-Podcast

Testosteronmangel: Worauf es in der Hausarztpraxis ankommt

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Besins Healthcare Germany GmbH, Berlin
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Lesetipps
Schmerzen im Unterleib: HWI werden künftig nach Krankheitszeichen klassifiziert.

© Science Photo Library

Neuklassifikation

Unkomplizierte und komplizierte Harnwegsinfektion? Das war einmal!

Jemand richtet eine Lupe auf die Abbildung eines menschlichen Herzes.

© valiantsin suprunovich / Getty Images

Erkrankung des Herzmuskels

Magnetokardiographie zur Kardiomyopathie-Diagnostik?