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Modul: Strategien zur Gewichtsreduktion bei Typ-2-Diabetes

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Ärzte Zeitung, 31.07.2009

Jeder fünfte Grundschüler hat Gewichtsprobleme

Erneut bestätigt: Herkunft hat deutlichen Einfluss auf das Körpergewicht

ULM(hub). Die hohe Prävalenz von Übergewicht und Adipositas bei Grundschülern hat erneut eine Studie bestätigt. Und wieder sind es besonders Kinder mit Migrationshintergrund, die zu viel auf die Waage bringen.

Schon bei Grundschülern gibt es viele Adipöse, ergab die Studie URMEL-ICE.

Epidemiologen und Endokrinologen der Uni Ulm haben fast 1100 Grundschüler im Alter von sechs bis neun Jahren für ihre Studie URMEL-ICE* untersucht (wie kurz berichtet). Knapp jedes dritte Kind hatte einen Migrationshintergrund. Herausgekommen ist: Knapp 17 Prozent der untersuchten Schüler sind übergewichtig. Der Anteil adipöser in der Altersgruppe liegt bei knapp vier Prozent (Eur J Ped online). Übergewicht und Adipositas wurden nach den Kriterien der International Obesity Task Force (IOTF) definiert, mit BMI-Grenzwerten von 25 und 30.

Dabei gibt es einen deutlichen Unterschied bei Kindern mit und ohne Migrationshintergrund: Sind von Schülern ohne einen solchen Hintergrund 13 Prozent übergewichtig und 2 Prozent adipös, sind es bei Migranten 24 und knapp 7 Prozent. Bei den Übergewichtigen gibt es keine signifikanten Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Das ist bei der Adipositas anders: Während es bei Nicht-Migranten eher die Mädchen sind, die deutlich zu viele Kilo auf die Waage bringen (3,4 versus 0,8 Prozent), gibt es bei Migranten ein deutliches Gewichtsplus aufseiten der Jungen: Bei ihnen sind knapp zehn Prozent adipös, bei den Mädchen knapp vier Prozent.

Diese Ergebnisse stimmen weitgehend mit denen anderer Studien, etwa der Studie KIGGS überein (wir berichteten). Die Autoren der Ulmer Studie merken an, dass bei Migranten das Gewicht etwas überbewertet werden könne. Denn im Vergleich zu Mitteleuropäern seien vor allem in Südeuropa und der Türkei die Menschen kleiner.

Die Ansatzpunkte zur Prävention liefert URMEL-ICE gleich mit: Vor allem ein hoher Fernsehkonsum, der Genuss gesüßter Getränke und der Verzicht aufs Frühstück sind mit zu vielen Kilos verbunden. Und, wie nicht anders zu erwarten: ein Mangel an Bewegung.

*Ulm Research on metabolism, Exercise and Lifestyle in Children

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