Ärzte Zeitung, 09.03.2010

Psychische Probleme im Fokus

HEIDELBERG (mm). Menschen mit starkem Übergewicht können sich ab März im neuen, interdisziplinären Adipositaszentrum der Medizinischen Universitätsklinik Heidelberg behandeln lassen. In dem Zentrum werden medizinische und psychische Ursachen der Fettleibigkeit abgeklärt.

"Der Hormonhaushalt ist nur bei rund zwei Prozent der Betroffenen entgleist", erklärt Professor Peter Nawroth, Ärztlicher Direktor der Abteilung Stoffwechsel und Endokrinologie. Psychische Probleme etwa durch Depression oder Essstörungen schlagen sich häufiger in überzähligen Pfunden nieder.

Das Zentrum bietet diesen Patienten Behandlung und Psychotherapie an. Abnehmprogramme, verbunden mit sportlichen Aktivitäten, gehören dazu. Für Patienten mit resistentem Übergewicht sind verschiedene Magenoperationen möglich, die das Sättigungsgefühl beeinflussen und wahrscheinlich einen begleitenden Diabetes beheben können.

Nähere Informationen unter: www.med.uni-heidelberg.de/

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »