Ärzte Zeitung, 22.01.2012

Medienpaket für mehr Bewegung bei Kindern

Herumrennen statt herumhängen - das wäre eine bewegte Pause. Lehrer, Eltern und Politiker sollen Kinder zu täglich 90 Minuten Sport bewegen.

BASEL (eb). Ein Medienpaket möchte die körperliche Aktivität von Kindern und Jugendlichen in der Schule fördern.

90 Minuten Bewegung, Spiel und Sport täglich würden ausreichen, um Übergewicht bei Kindern vorzubeugen und die Bewegungskoordination zu verbessern. Das Medienpaket "Bewegungsfreundliche Schule" der Universität Basel setzt wissenschaftliche Erkenntnisse um, wie es in einer Mitteilung der Universität heißt.

Für die Förderung des Bewegungsverhaltens von Kindern und Jugendlichen setzt es auf eine enge Vernetzung von Eltern, Schule und politischen Behörden, die jeweils in ihren Handlungsfeldern die körper liche Aktivität maßgeblich und nachhaltig beeinflussen können.

Nur gemeinsam können diese drei Akteure einen Alltag schaffen, der den Kindern anderthalb Stunden Bewegung am Tag ermöglicht - sei es durch gemeinsame Aktivitäten im Freien von Eltern und Kindern, durch professionellen Sportunterricht in der Schule oder durch sichere Schulwege.

Plattform zur Bewegungsförderung

Der DVD-Film sensibilisiert Eltern , Lehrpersonen und politische Behörden für die Bewegungs- und Sportförderung. Er schildert, für welche Aufgaben Eltern, Schule und Politik jeweils zuständig sind, und zeigt exemplarische Maßnahmen. Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Politik und Sport heben die Notwendigkeit einer bewegungsfreundlichen Schule hervor.

Ergänzend zur Film-DVD bietet die Webseite eine Plattform, die Informationen zur Bewegungsförderung versammelt. Sie richtet sich ebenfalls an die drei Handlungsträger und stellt Praxisbeispiele zur Bewegungsintervention vor. Außerdem soll sie mit den wichtigsten Bewegungs-, Sport- und Gesundheitsförderungsplattformen der Schweiz vernetzt werden.

Das Medienpaket stützt sich auf Erkenntnisse der "Kinder- und Jugendsportstudie Region Basel/Aargau" (KISS) des Instituts für Sport und Sportwissenschaften der Universität Basel.

Durch die Kooperation mit Partnern - unter anderem dem Bundesamt für Sport und 17 kantonalen Ämtern - soll das Interventionsinstrument Bewegung im Alltag der Kinder langfristig verankert werden.

www.bfschule.ch, Video-Ausschnitt: http://bfschule.ch/custom/search/index.php? np=1006&art=1127&s_dir=77

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Im Sushi war der Wurm drin

Der Hinweis aufs Sushi brachte die Ärzte auf die richtige Spur. Statt den Patienten wegen Verdachts auf akutes Abdomen zu operieren, führten sie eine Gastroskopie durch. mehr »

Importierte Infektionen führen leicht zu Diagnosefehlern

Wann muss ein Arzt für eine Fehldiagnose gerade stehen? In einem aktuellen Fall entschied das Oberlandesgericht Frankfurt gegen einen Arzt. mehr »

"Turbolader einer Zwei-Klassen-Medizin"

Die Einheitsversicherung als Garant für Gerechtigkeit im Versorgungssystem? Aus Sicht von BÄK-Präsident Professor Frank Ulrich Montgomery eine fatale Fehleinschätzung. Die "Ärzte Zeitung" dokumentiert Auszüge aus seiner Ärztetags-Eröffnungsrede. mehr »