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Auf das Gewicht des Arztes kommt es an

Übergewichtige Patienten sollten auch auf das Gewicht ihres eigenen Arztes achten. Denn dessen Body-Mass-Index beeinflusst offenbar die Qualität der Gesundheitsberatung.

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Dicker beim Doktor: Besser aufs Gewicht des Arztes achten.

Dicker beim Doktor: Besser aufs Gewicht des Arztes achten.

© Luis Louro / fotolia.com

BALTIMORE (ob). US-Forscher haben jetzt in einer Erhebung bei 500 niedergelassenen Allgemeinmedizinern und Internisten untersucht, wie deren Einstellung zum Thema Gewichtsreduktion in Abhängigkeit vom eigenen Body-Mass-Index (BMI) ist (Obesity 2012; online 19. Januar).

Die Arbeitsgruppe um Dr. Sarah Bleich hatte den beteiligten Ärzten dazu einen aus 49 Punkten bestehenden Fragebogen vorgelegt.

Nach den Ergebnissen dieser Befragung sind schlankere Ärzte wohl die besseren Gesundheitsberater, wenn es um Übergewicht und Fettleibigkeit geht.

Ärzte mit normalem BMI gaben jedenfalls signifikant häufiger als Kollegen mit erhöhtem BMI an, im Gespräch mit übergewichtigen Patienten die notwendige Gewichtsreduktion zu thematisieren (30 versus 18 Prozent).

Mehr Vertrauen in Medikamente

Die Befragung ergab zudem, dass normalgewichtige Ärzte ein stärkeres Vertrauen in die eigene Fähigkeit besaßen, den Patienten Ratschläge zum Thema Ernährung (53 versus 37 Prozent) und körperliche Bewegung (56 versus 38 Prozent) geben zu können.

Ärzte mit normalem BMI vertraten signifikant häufiger als schwergewichtige Kollegen die Ansicht, dass dicke Patienten den Ratschlägen zur Gewichtsabnahme wahrscheinlich weniger trauen, wenn sie von übergewichtigen oder fettleibigen Ärzten gegeben werden (80 versus 69 Prozent).

Dagegen war in der Gruppe mit erhöhtem BMI der Anteil jener Ärzte höher, die nach eigener Einschätzung erfolgreich sind, wenn es um die Verschreibung einer gewichtsreduzierenden Medikation geht (26 versus 18 Prozent).

Die dickeren Ärzte zeigten sich zudem häufiger davon überzeugt, ihren Patienten erfolgreich beim Abspecken geholfen zu haben, auch wenn insgesamt nur ein geringer Anteil der Befragten einen solchen Erfolg reklamierte (5 versus 2 Prozent).

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