Diabetes

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Modul: Strategien zur Gewichtsreduktion bei Typ-2-Diabetes

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Ärzte Zeitung online, 20.03.2012

Macht Plastikspielzeug dick?

Weichmacher unter Verdacht: Die Stoffe in PVC-Böden, Elektrogeräten und Plastikspielzeugen könnten zu Adipositas und Diabetes führen, warnen Forscher. Und zwar schon im Mutterleib.

Weichmacher können dick machen

Gefährliches Spiel: Kinderspielzeuge aus Plastik können schädliche Weichmacher enthalten - diese sollen zu Adipositas und Diabetes führen können.

© Franz Pfluegl / fotolia.com

BERLIN (dpa). Weichmacher und andere synthetisch hergestellten Chemikalien spielen möglicherweise bei der Entwicklung von Fettleibigkeit und Diabetes eine Rolle.

Diesen Zusammenhang ergab zumindest eine Übersichtsstudie im Auftrag der Umweltorganisation BUND, für die rund 240 Einzelstudien der vergangenen Jahre zusammengefasst wurden.

"Die Belastung mit Chemikalien wie Bisphenol A im Mutterleib hat bei Versuchstieren zu einer späteren Gewichtszunahme und einer erhöhten Insulinresistenz geführt", sagte BUND-Chemieexpertin Sarah Häuser in Berlin.

BUND: Schwangere und Kinder schützen!

Vor allem empfindliche Gruppen wie Schwangere und Kinder müssten deshalb besser geschützt werden.

Sicher bewiesen ist die Rolle der hormonähnlich wirkenden Stoffe wie Bisphenol A oder Flammschutzmitteln, die in Plastikspielzeug, PVC-Böden oder Konservendosen vorkommen, noch nicht.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) kennt die zugrundeliegenden Studien. Einen konkreten Anlass zur Heraufsetzung von Höchstwerten sieht man dort nicht.

"In einer großen US-Studie wurde eine Korrelation zwischen Bisphenol A und dem Auftreten von Diabetes festgestellt. Aber eine Kausalität ist dadurch noch nicht belegt, das betonen auch die Studienautoren", sagte BfR-Sprecherin Suzan Fiack.

Dennoch habe auch das BfR in seiner Bewertung der Studie von 2008 betont, dass es auf diesem Feld weiteren Forschungsbedarf gebe.

Diabetes und Adipositas weltweit auf dem Vormarsch

Die Zahl der unter Diabetes und Fettleibigkeit leidenden Menschen nimmt weltweit seit Jahrzehnten zu. Charité-Toxikologe Prof. Gilbert Schönfelder ergänzte:

"Als Ursachen dafür werden bisher in erster Linie falsche Ernährung und Bewegungsmangel gesehen. Neue Studien zeigen aber, dass die Belastung mit hormonellen Schadstoffen einen wichtigen und bisher unterschätzten Anteil daran haben könnte."

[21.03.2012, 17:25:09]
Dr. Niki Zuka 
Wir sind auf dem rechten Weg...
Es ist aus meiner Sicht sehr begrüßenswert, die Verantwortlichkeit der Industrie zu benennen was die Verwendung billiger aber gesundheitsschädlicher Inhaltsstoffe angeht. Das betrifft nicht nur die Spielzeug-, sondern auch z.B. die Textil- und Nahrungsmittelindustrie.
Dass die Eigenverantwortlichkeit jedes Einzelnen über alledem nicht vergessen werden sollte, ist selbstverständlich.
Die "Wahrheit" liegt aus meiner Sicht nicht in Befürwortung des einen oder des anderen "Extrems" (wie hier: nur Schadstoff oder nur eigenes Fehlverhalten), sondern im Bejahen beider Anteile. Ich persönlich sehe es jedenfalls immer wieder als Herausforderung an, nicht in Extreme / Polaritäten zu verfallen, sondern das "sowohl als auch" anzuerkennen.
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[21.03.2012, 11:33:23]
Dipl.-Psych. Stephan Brauner 
ich ahne schon die Schlussfolgerung
"Ich kann nichts dafür. Die Industrie ist schuld. Was kann man da schon machen?" Es wird viele Mitjammerer und Klageführer geben und der eigene Lebensstil wird sich nicht verändern.

Das es hier um Mäuse geht ist unerheblich. Selbst wenn der Zusammenhang erhärtet wird und auch für Menschen gelten soll, so bleiben die besten Ansatzpunkte Bewegung und Ernährung. zum Beitrag »

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