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Adipositas: Risiko für Probleme nach der Op

PHILADELPHIA (BS). Zur Abschätzung des Op-Risikos älterer Menschen muss auch der BMI berücksichtigt werden. Bei einer Adipositas ist per se mit deutlich mehr Komplikationen zu rechnen, belegt jetzt eine US-amerikanische Studie.

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Für die Studie waren aus 47 Kliniken die Akten von Patienten im Alter von 65 bis 80 Jahren ausgewertet worden.

Die Patienten hatten sich zwischen 2002 und 2006 einer Operation der Hüfte oder des Knies, einer Kolektomie oder einem thoraxchirurgischen Eingriff unterzogen. 2045 Patienten hatten einen BMI von mindestens 35 kg/m2 (Mittelwert 40 kg/m2).

Ihr postoperativer Gesundheitszustand wurde verglichen mit dem von zwei Gruppen von jeweils 2045 normalgewichtigen Patienten: Die Übereinstimmungen mit der ersten Gruppe beschränkten sich auf Alter, Geschlecht und Art des Eingriffs, die zweite wies zudem auch weitgehend dieselben Komorbiditäten auf (Ann Surg 2012; 256: 79-86).

Viele Komplikationen trat bei adipösen Patienten signifikant häufiger auf als in jeder der beiden Vergleichsgruppen. Beispiele sind:

Wundinfektionen: 6,3 Prozent versus 4,2 Prozent in Gruppe 1 (teilweise Übereinstimmung der Basisdaten) und 4 Prozent in Gruppe 2 (perfekte Übereinstimmung)

Sepsis: 3,1 versus 1,7 und 1,9 Prozent

Atemwegskomplikationen: 19,5 versus 15,5 und 15,6 Prozent

Venöse Thromboembolien: 5,7 versus 4,8 und 3,9 Prozent

Kardiale Komplikationen: 11 versus 6,9 und 9,1 Prozent.

Dementsprechend wurden die fettleibigen Patienten auch etwas länger stationär behandelt, im Schnitt um 15 Prozent und 12 Prozent. Die Wahrscheinlichkeit für eine erneute Krankenhauseinweisung lag sogar um 60 und 40 Prozent höher.

Die größere Krankheitslast schlug sich erwartungsgemäß auch in den Kosten nieder. Sie lagen um etwa 10 Prozent höher als bei Patienten mit normalem BMI.

Dagegen hatten Übergewichtige weder nach 30 noch nach 180 Tagen eine höhere Mortalität als Normalgewichtige. Auch in Bezug auf postoperative Blutungen, Dekubitalulzera und orthopädische oder ZNS-Komplikationen gab es keine Unterschiede.

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