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Unterschätzte Gefahr: Allergien in Deutschland

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Allergien haben bekanntlich stark zugenommen - jeder dritte Deutsche ist inzwischen daran erkrankt. Doch adäquat versorgt werden nur zehn Prozent der Betroffenen, kritisieren die Professoren Johannes Ring aus München, Thomas Fuchs aus Göttingen und Gerhard Schultze-Werninghaus aus Bochum.

Grund genug für die Allergologen in dem von ihnen in zweiter, aktualisierter Auflage herausgegebenen "Weißbuch Allergie in Deutschland" Alarm zu schlagen. Als Vertreter mehrerer Allergologenverbände haben sie 29 Autoren und 43 Kommentatoren gewonnen.

Deren Beiträge verdeutlichen die unterschätzten Gefahren für die Patienten durch Chronifizierung, belegen die enormen Kosten für die Volkswirtschaft bei unzureichender Behandlung, beinhalten aber auch Lösungsvorschläge, wie das verhindert werden kann.

In der neuen Ausgabe wird der Bedeutung von Allergien bei Kindern jetzt in speziellen Kapiteln Rechnung getragen, zudem sind Informationen über beruflich bedingte Allergien der Atemwege dazugekommen. Der Anhang enthält Anschriften sowie Literaturhinweise und relevante Internetseiten. Die Fachgesellschaften verfolgen mit dem Weißbuch ein Ziel: Damit sich die Situation Allergiekranker langfristig bessert, muß gehandelt werden - und zwar jetzt! (hsr)

DGAI, ÄDA, DAAU: Weißbuch Allergie in Deutschland; Urban & Vogel München 2004; 2., aktualisierte, erweiterte Auflage, 336 Seiten, Euro 34,95, ISBN 3-89935-182-7

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