Ärzte Zeitung, 02.03.2005

BUCHTIP

Synopsis zu Allergien

Die Prävalenz von Allergien ist inzwischen auf ein Fünftel der Weltbevölkerung gestiegen. Die WHO schätzt, daß allein an allergischem Asthma etwa 150 Millionen Menschen weltweit erkrankt sind, das ist viermal mehr als es HIV-Infizierte gibt.

Wegen der Dringlichkeit haben sich Teilnehmer eines Projekts der WHO und der World Allergy Organization mit der Allergie und mit allergischem Asthma befaßt. Das Ergebnis dieses Projekts und die darauf aufbauenden Empfehlung zur Prävention faßt das vorliegende Buch "Prevention of Allergy and Allergic Asthma" zusammen.

Es beleuchtet nicht nur den aktuellen Stand der Forschung etwa zur Vererbung von Allergien, zu Umwelteinflüssen und zu Einflüssen während der prä- und postnatalen Entwicklung, sondern auch alle Facetten der Prävention. In dem Buch werden zudem Empfehlungen gegeben, welche Aspekte noch dringend erforscht werden müssen.

So sollte zum Beispiel in Studien geprüft werden, wie sich Milch und deren Bestandteile auf die klinische Manifestation von Allergien auswirkt. Weiter zu erforschen sei auch, welchen Einfluß Bestandteile der Luft in Räumen und draußen, etwa Stickstoff-Monoxid und Ozon, auf die Allergie-Entwicklung haben. (ple)

S. Gunnar O. Johansson, Tari Haahtela (Hrsg.): Prevention of Allergy and Allergic Asthma - World Allergy Organization Project Report and Guidelines. Karger Verlag, Basel 2004. 212 Seiten, 2 Abbildungen, 1 Tabelle, 127 Euro, ISBN 3-8055-7810-5.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »