Ärzte Zeitung, 11.07.2005

Selbsthypnose hilft gegen Heuschnupfen

NEU-ISENBURG (acr). Pollenallergiker können ihre Symptome mit Selbsthypnose deutlich mindern. Das hat eine Schweizer Studie mit 79 Patienten ergeben.

Professor Wolf Langewitz vom Universitätshospital Basel und seine Kollegen haben den Effekt von Selbsthypnose bei den Patienten mit Gräser- und Pollenallergie untersucht (Psychother and Psychosom 74, 2005, 165).

Die Studienteilnehmer erhielten Unterricht in Selbsthypnose, um einen tranceähnlichen Zustand zu erreichen. In diesem Zustand konzentrierten sich die Patienten auf eine allergenfreie Umgebung, beispielsweise eine Skipiste, mit möglichst vielen Details wie kühle Temperaturen und glitzernde Schneekristalle.

Bereits nach fünf Minuten besserten sich die Symptome wie nasale Kongestion um ein Drittel, wenn die Patienten Selbsthypnose anwendeten.

Wegen der ermutigenden Ergebnisse rät Langewitz, Pollenallergikern diese Methode nahezulegen. Denn schließlich seien keine unerwünschten Wirkungen zu erwarten.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »