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Kuhmilch-Allergie verschwindet meist wieder

DAVOS (KHS). Eltern sollten nicht schon beim Verdacht auf eine Kuhmilch-Allergie auf dieses Nahrungsmittel verzichten, sondern den Verdacht zunächst klären lassen. Bei nachgewiesener Kuhmilch-Allergie ist Sojamilch vorzuziehen.

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Statt Sojamilch kann auch Formula auf Kuhmilchbasis verwendet werden, worin die Allergene soweit zerkleinert sind, daß sie vom Immunsystem nicht mehr erkannt werden.

Daran hat Professor Bodo Niggemann aus Berlin gestern beim 22. Fortbildungskongreß "Fortschritte der Allergologie, Dermatologie, Pneumologie und Immunologie" in Davos in der Schweiz erinnert. Dabei müsse aber daran gedacht werden, daß 15 Prozent der Kinder, bei denen eine Kuhmilch-Allergie gesichert ist, auch auf Sojamilch allergisch reagierten.

    Allergie-Potenz wird oft überschätzt.
   

Grundsätzlich kenne er kein Argument, so Niggemann, einem gesunden Kind, das keine Laktose-Intoleranz hat, Kuhmilch vorzuenthalten.

Selbst bei nachgewiesener Kuhmilchallergie gilt nach seinen Angaben die Diätverordnung nur für eine relativ kurze Zeit. Je älter das Kind werde, desto mehr verringere sich sein Risiko, allergisch auf Kuhmilch zu reagieren. Bei etwa 80 Prozent der Kinder verschwinde die Kuhmilchallergie im Lauf der Kindheit und frühen Jugend.

Niggemann wies darauf hin, daß viele Stoffe in ihrer allergenen Potenz weit überschätzt würden, etwa Farb- und Konservierungsstoffe. Sie seien bei der Entstehung von Ekzemen oder Soforttypallergien nicht bedeutsam, allenfalls bei Urtikaria. Auch Schokolade, die manchmal als Ursache von Allergien angesehen werde, sei für sich genommen keine Gefahr. Dies gelte höchstens für Spuren von Nüssen oder die Milch darin.

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