Direkt zum Inhaltsbereich

Arznei gegen Angioödem in Tests bewährt

BERLIN (eb). Bei Patienten mit hereditärem Angioödem (HAE) hat der Wirkstoff Icatibant in Studien positive Ergebnisse gebracht: Mit der Substanz setzte die Symptomlinderung innerhalb von zwei Stunden ein.

Veröffentlicht:

In einer doppelblinden, randomisierten Phase-III-Studie lag die mediane Zeit bis zum Einsetzen der Symptomlinderung bei Patienten in der Icatibant-Gruppe bei zwei Stunden.

In der Gruppe, die die Vergleichssubstanz Tranexamsäure erhalten hatten, dauerte dies zwölf Stunden. Eine erste Besserung spürten die mit Icatibant Therapierten nach 0,8 Stunden, die mit Tranexamsäure Behandelten nach 7,9 Stunden. In einer zweiten Studie lag die mediane Zeit bis zum Einsetzen der Symptomlinderung mit Icatibant bei 2,5 Stunden, mit Placebo bei 4,6 Stunden, wie das Unternehmen Jerini mitgeteilt hat.

Das Peptid Icatibant ist ein hochspezifischer Bradykinin-B2-Rezeptor-Antagonist. Bradykinin hat eine Schlüsselrolle in der Pathophysiologie der Angioödem-Entwicklung: Es bewirkt, dass vermehrt Flüssigkeit aus den Gefäßen ins Gewebe übertritt, was bei HAE-Patienten zur Ödembildung führt. Icatibant hat von den US- und EU-Arzneimittelbehörden FDA und EMEA den Orphan-Drug-Status erhalten. Das Unternehmen plant, die Zulassungsunterlagen im dritten Quartal 2007 bei den Behörden einzureichen.

Mehr zum Thema

Nahrungsmittelallergien

Seltsame Anaphylaxien: Ein Fall für Detektive

Das könnte Sie auch interessieren
Jugendliche die schon früh, ohne Eltern in die Sprechstunde kommen, werden selbstständiger.

© Racle Fotodesign / stock.adobe.com

Typ-1-Diabetes bei Kindern und Jugendlichen

Wie gelingt der Übergang vom Pädiater in die Erwachsenenmedizin?

Frauen erhalten eine andere und meist schlechtere Behandlung als Männer. Sie sind häufiger vom Medical Gaslighting betroffen, insbesondere in der Kardiologie.

© NPS Studio / stock.adobe.com

Hormone, Schwangerschaft, Wechseljahre

Warum ein Diabetes Frauen anders trifft als Männer

50 Jahre Jung-Preis

© Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung

50 Jahre Jung-Preis

Freiheit als Voraussetzung für medizinischen Fortschritt

Anzeige | Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung
Kommentare
Sonderberichte zum Thema

Opioid-induzierte Obstipation

Paradigmenwechsel in der Behandlung: Vom Stuhl zum Nervensystem

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Grünenthal GmbH, Aachen
Abb. 1: Die kardiorenalmetabolische Organachse: ganzheitliche Versorgung durch interdisziplinäre Zusammenarbeit (Quelle: Michalopoulou E et al., J Clin Med 2025, 14:428)

© Springer Medizin Verlag

Biomarker gegen Diabetes-Folgen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Roche Diagnostics Deutschland GmbH, Mannheim
Abb. 1: Verlauf des Rett-Syndroms

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Rett-Syndrom

Diagnose und Verlauf einer herausfordernden Erkrankung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Acadia Pharmaceuticals (Germany) GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Nicht jede Diarrhoe geht von allein

Akuter Durchfall: Wann mehr als Teefasten nötig ist

Lesetipps
Luftverschmutzung aufgrund von Feuer, gepaart mit Hitzewellen - da leidet nicht nur die Lunge, sondern auch das Herz.

© Kang / stock.adobe.com

Effekte der Klimaerwärmung

Hitze plus Waldbrandrauch erhöhen kardiovaskuläre Mortalität