Ärzte Zeitung, 03.11.2008

Gräser-Impftablette lindert Symptome langfristig

NEU-ISENBURG (ikr). Erwachsene mit Graspollen-Allergie, die eine spezifische Immuntherapie via Sublingualtablette erhalten, haben offenbar langfristig weniger Symptome. Das belegen die Drei-Jahres-Daten einer Studie.

Die gute Wirksamkeit und Verträglichkeit der Gräser-Impftablette Grazax® belegten bereits erste Ergebnisse einer Phase-III-Studie bei 634 Patienten mit Graspollen-Allergie (wir berichteten). Die Hyposensibilisierung begann mindestens vier Monate vor der Gräserpollen-Saison. Die Patienten erhielten täglich eine Tablette mit Graspollen-Allergen oder Placebo. Mit der Grastablette, die unter die Zunge gelegt wird, wo sie sich in Sekundenschnelle auflöst, waren bereits in der ersten Pollensaison die Heuschnupfen-Symptome signifikant um 30 Prozent und der Verbrauch an Medikamenten wie Antihistaminika um 38 Prozent geringer als mit Placebo.

Die Drei-Jahres-Daten der Studie bestätigen nun die positiven Ergebnisse, wie das Unternehmen Alk-Abelló mitteilt. Im dritten Behandlungsjahr reduzierte die Gräsertablette die Heuschnupfensymptome um 37 Prozent und den Bedarf an symptomlindernden Medikamenten um 60 Prozent.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »