Ärzte Zeitung, 09.03.2009

Rauchen erhöht Asthmarisiko bei allergischer Rhinitis

CATANIA (ikr). Rauchen erhöht bei Patienten mit allergischer Rhinitis, etwa aufgrund einer Pollenallergie, das Asthma-Risiko offenbar beträchtlich. Das belegen aktuelle Studiendaten.

Forscher um Dr. Riccardo Polosa aus Catania in Italien haben den Krankheitsverlauf von 325 Patienten im Alter zwischen 18 und 40 Jahren mit allergischer Rhinokonjunktivitis untersucht (J Allergy Clin Immunol 121, 2008, 1428).

Nach zehn Jahren hatten von den Rauchern nahezu dreimal soviele Asthma entwickelt wie bei den Nichtrauchern. Das Asthmarisiko hängt nach den Berechnungen der Wissenschaftler eindeutig mit der Zahl der täglich gerauchten Zigaretten zusammen. Festgestellt haben sie dies anhand der Packungsjahre.

Ein Packungsjahr errechnet sich aus der Zahl der pro Tag gerauchten Zigaretten mal die Jahre, in denen geraucht wurde, dividiert durch 20. Zwischen einem und zehn Packungsjahren, wenn also zum Beispiel zehn Jahre lang bis zu 20 Zigaretten geraucht wurden, war das Asthmarisiko im Vergleich zu Nichtrauchern etwa verdoppelt. Bei 11 bis 20 Packungsjahren war es sogar 3,7-fach erhöht.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Was neue Onkologika den Patienten tatsächlich bringen

Ist das Glas halb voll oder halb leer? Neue Onkologika haben die Überlebenszeit von Krebspatienten in den vergangenen zwölf Jahren im Schnitt um 3,4 Monate verlängert. Dieser Vorteil geht oft zulasten der Sicherheit. mehr »

Kassen und KBVdrücken aufs Tempo

Bisher trat die Selbstverwaltung bei der Digitalisierung eher als Bremser auf. Bei den Formularen geben KBV und Kassen jetzt Gas: Im Juli kommt der digitale Laborauftrag. mehr »