Ärzte Zeitung, 25.08.2010

Allergien im Blick

Mindern Atopien das Risiko für Leukämien?

NEU-ISENBURG (ikr). Kinder mit Atopie haben aktuellen Studiendaten zufolge ein vermindertes Risiko für eine akute lymphatische Leukämie. US-Forscher haben in einer Metaanalyse die Daten von Kindern und Jugendlichen aus zehn Fallvergleichsstudien ausgewertet (Allergo J 2010; 19: 290).

Keine signifikanten Assoziationen fanden die Forscher zwischen Atopien und Leukämie generell. Allerdings war bei Kindern mit Atopie oder Allergie das Risiko für eine akute lymphatische Leukämie um mehr als 30 Prozent reduziert und bei Kindern mit Asthma um 20 Prozent. Bei Kindern mit Heuschnupfen war das Risiko für eine solche Art der Leukämie sogar um mehr als 40 Prozent reduziert. Das Immunsystem scheint die malignen Zellen als fremd zu erkennen und der Entwicklung dieser Leukämieform vorzubeugen. Jedoch war die Fallzahl gering, und die Studien waren heterogen.

Lesen Sie dazu auch:
Kreuzreaktionen - harmlos oder riskant?
Bluttest ermittelt Schockgefahr bei Wespengiftallergie
Mehr Ekzeme bei Kindern von Rauchern
Feigen kreuzreagieren mit Birkenpollen
Mindern Atopien das Risiko für Leukämien?

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »