Ärzte Zeitung, 10.10.2011

Wer gegen Hunde allergisch ist, muss sie meiden

AYSTETTEN (eb). Über den Hund der US-amerikanischen Präsidentenfamilie ging die Kunde, er sei wenig allergen und deshalb für Allergiker geeignet. Das hat einen wahren Boom ausgelöst: Seither werden einige Hunderassen als "hypoallergen" vermarktet - zum Beispiel der "First Dog", ein Portugiesischer Wasserhund, oder der "Labradoodle", ein Mix aus Labrador und Pudel.

"Hypoallergene Hunderassen gibt es nicht. Das ist irreführend, und damit sollte bei Allergikern nicht mehr geworben werden", so Professor Torsten Zuberbier von der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI) in einer Mitteilung.

Bei Hunden seien sechs Allergene in Hautschuppen, Speichel und Urin bekannt, die Menschen Probleme bereiten können. Ein seltener Haarwechsel spiele, anders als Züchter nahelegen, keine Rolle.

Hypoallergene Rassen bringen keinen Vorteil

Das bestätigt eine Studie mit 60 Hunderassen (AJRA 2011; 25: 252-256): Die elf angeblich hypoallergenen Rassen brachten keine Vorteile.

"Wer gegen Hunde allergisch ist, muss sie auch in Zukunft meiden", warnt Zuberbier. Eine Hyposensibilisierung gegen Tierhaare sei leider schwierig.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

ALS ist mit Demenz eng verwandt

Stephen Hawking ist wohl der berühmteste Patient, der an Amyotropher Lateralsklerose leidet.Forscher haben nun herausgefunden, dass ALS und temporale Demenz eng verwandte Krankheitsbilder sind. Das könnte Einfluss auf das Diagnoseverfahren haben. mehr »

Innovationsfonds startet in die Versorgungsrealität

Der Innovationsfonds ist offiziell in die Umsetzungsphase gestartet. Die 300 Millionen Euro für das Jahr 2016 teilen sich 91 Versorgungs- und Forschungsprojekte. mehr »

Sind Computer bald die besseren Psychotherapeuten?

Immer mehr Online-Psychotherapien drängen auf den Markt. Die meisten sind weder besonders einfühlsam noch allzu intelligent. Dennoch sind die Erfolge erstaunlich. mehr »