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Zwei-Jahres-Studie

Nasale Kortikoide schaden den Augen auch langzeitig nicht

Perenniale allergische Rhinitiden erfordern oft eine Dauertherapie mit intranasalen Glukokortikoiden in Sprayform. Erstmals haben Forscher nun in einer Studie untersucht, welche okulären Folgen dies über einen Zeitraum von zwei Jahren hat.

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RALEIGH. Die Studie, die eine Forschergruppe um Craig LaForce (Raleigh/North Carolina) vorgelegt hat, beschäftigte sich mit der Substanz Fluticasonfuroat. Beteiligt waren Mitarbeiter der Herstellerfirma GlaxoSmithKline.

In die doppelblinde und placebokontrollierte Untersuchung waren 548 Patienten einbezogen, die an perennialer allergischer Rhinitis litten. Die Fluticasondosis betrug 110 µg einmal täglich, verabreicht als Spray zu je zwei Sprühstößen pro Nasenloch (Ann Allergy Asthma Immunol 2013; 111: 45-50).

In der Fachinformation zu Fluticasonfuroat heißt es: "Nasal und inhalativ anzuwendende Kortikosteroide können zur Entwicklung von Glaukom und/oder Katarakt führen. Daher ist eine strenge ärztliche Kontrolle von Patienten mit einer Veränderung des Sehvermögens oder mit einer Vorgeschichte von erhöhtem Augeninnendruck, Glaukom und/oder Katarakt zu gewährleisten."

Folgerichtig war es Ziel der Studie herauszufinden, welche pathologischen okulären Befunde unter Fluticason innerhalb von zwei Jahren festzustellen sind.

Primäre Endpunkte waren Linsentrübungen, erhoben anhand des Lens Opacity Classification System, Version III (LOCS III), speziell posteriore subkapsuläre Opazität, und intraokuläre Drucksteigerungen.

Unterschiede sind nicht signifikant

Tendenziell war unter Fluticason öfter eine zunehmende Trübung der Linse (4,0 Prozent vs. 2,3 Prozent unter Placebo) oder eine Steigerung des intraokulären Drucks (1,9 Prozent vs. 0,6 Prozent) zu verzeichnen.

Die Differenzen waren aber nicht signifikant und ihre klinische Relevanz zweifelhaft.

Auch die Sehschärfe und das fundoskopisch bestimmte horizontale Cup-to-Disk-Verhältnis gaben keine Hinweise, dass sich in den zwei Jahren statistisch bedeutsame Unterschiede zwischen den Patienten der Verum- und der Placebogruppe aufgetan hätten.

"Weder stützen unsere Daten die herrschenden Empfehlungen für ein regelmäßiges augenärztliches Monitoring von Patienten, die intranasale Kortikosteroide erhalten, noch sprechen sie dagegen", schreiben LaForce und sein Team.

Hinsichtlich okulärer Komplikationen hätten sich keine signifikanten Unterschiede zwischen Fluticason und Placebo feststellen lassen.

Die einzig relevante Nebenwirkung des Fluticasonsprays sei Nasenbluten gewesen, mit einer Häufigkeit von 28 Prozent in der Verum- und 14 Prozent in der Placebogruppe. (rb)

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