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Embryonen bei der Entwicklung zuschauen

Mit dem "EmbryoScope" an der Universitäts-Frauen- klinik in Heidelberg ist die genaue Beobachtung der Eizell-Entwicklung in den ersten Tagen nach der künstlichen Befruchtung (IVF) möglich.

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HEIDELBERG (eb). Das IVF-Labor an der Heidelberger Universitäts-Frauenklinik in der Abteilung für Gynäkologische Endokrinologie und Fertilitätsstörungenwird zum Referenzlabor für Präimplantationsdiagnostik (PID) ausgebaut.

Die Voraussetzung dafür ist die modernste technische Ausstattung - wie das "EmbryoScope", eine Art Brutkasten für befruchtete Eizellen.

"Damit ein Kind heranwachsen kann, muss die Zellteilung korrekt ablaufen", wird der Laborleiter Professor Markus Montag in einer Mitteilung der Uniklinik zitiert.

Über die eingebaute Kamera könne die Entwicklung der befruchteten Eizellen in den ersten Tagen genau verfolgt werden. Sollte etwa sichtbar werden, dass zwei Zellen miteinander verschmelzen, statt sich zu teilen, wäre der Embryo nicht entwicklungsfähig.

Höhere Chance für Nachkommen

Die Chancen für Paare auf Nachwuchs erhöhten sich dadurch deutlich, so der Reproduktionsbiologe. Nach 3 bis 5 Tagen könne man einen gesunden Embryo in den Mutterleib einsetzen.

In den vergangenen Wochen sei die Zahl der auf diese Weise herbeigeführten Schwangerschaften an der Universitäts-Frauenklinik Heidelberg gestiegen.

Darüber hinaus haben die Heidelberger ein Kulturmedium mit entwickelt, das die Teilung der Eizelle aktiviert. Normalerweise ist dafür die männliche Samenzelle zuständig, doch in bestimmten Fällen kann es das benötigte Enzym nicht absondern.

Bei 4 von 5 Paaren mit unerfülltem Kinderwunsch liege die Ursache bei den Spermien, so Montag. Hier könne in der Regel nach der intrazytoplasmatischen Spermieninjektion (ICSI) das Kulturmedium bei der Aktivierung helfen. Bei der ICSI- Methode wird eine ausgewählte Samenzelle direkt in die Eizelle injiziert.

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