COPD

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Modul: Übersicht COPD - Diagnostik, Prävention und Therapie

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Ärzte Zeitung, 12.01.2005

Hoffnung auf Antigencocktail als Asthmaschutz

BERLIN (gvg). Bei der Suche nach der Ursache für die steigende Asthmaprävalenz bei Kindern und Jugendlichen tappen Forscher weiter im Dunkeln. Die wichtigsten prädiktiven Faktoren für die Pathogenese allerdings sind bekannt.

Etwa acht Prozent aller Kinder und Jugendlichen in Deutschland haben chronisches Asthma bronchiale, schätzt Professor Ulrich Wahn von der Klinik für Pneumologie und Pädiatrische Immunologie der Charité Berlin. Bei jedem fünften Betroffenen verlaufe es mittelschwer, bei jedem zwanzigsten schwer, sagte der Pädiater beim Fortbildungskongreß der Bundesärztekammer in Berlin.

Auf die für Eltern wichtige Frage, welche Kinder mit gelegentlich giemenden Atemgeräuschen später tatsächlich ein chronisches Asthma entwickeln, gebe es mittlerweile gute Antworten, so Wahn. Die drei wichtigsten Risikofaktoren seien

  • Asthmaerkrankungen in der Familie,
  • das zusätzliche Vorliegen einer atopischen Dermatitis beim betroffenen Kleinkind
  • sowie der frühe Nachweis von Immunglobulin E im Serum.

"Die Dermatitis alleine erhöht das Asthma-Risiko um 60 Prozent. Wenn alle drei Faktoren zutreffen, liegt die Wahrscheinlichkeit, daß das Kind später ein chronisches Asthma bronchiale entwickelt, bei nahezu einhundert Prozent", berichtete Wahn.

Hinsichtlich der Prävention können noch keine definitiven Empfehlungen gegeben werden: "Wir wissen, daß Kinder von Anthroposophen, türkischen Migranten und bayerischen Bauern sehr viel seltener Asthma bekommen", so Wahn. Das könne damit zusammenhängen, daß diese Kinder schon früh im Leben mit anderen Allergenen konfrontiert werden als die übrige Bevölkerung.

Welche Allergene das sind, ist allerdings unklar. Wahn hält deswegen nichts von der pauschalen Empfehlung, im Schmutz zu spielen. Seine Vision: Wenn die ursächlichen Substanzen einmal identifiziert sind, könnten sie den Kindern nach Art einer Impfung als Antigencocktail injiziert werden, um unabhängig vom Ort des Aufwachsens protektive Umweltbedingungen zu simulieren.

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