Steroide sind offenbar auch bei COPD wirksam

MÜNCHEN (sto). Inhalative Kortikosteroide sind offenbar auch bei der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) effektiv. Das bestätigen neue Studienergebnisse, die jetzt beim 100. Kongreß der American Thoracic Society (ATS) in San Diego im US-Bundesstaat Kalifornien vorgestellt worden sind.

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Anscheinend sind bei der COPD ähnlich wie beim Asthma bronchiale eosinophile Entzündungszellen für den Krankheitsprozeß von Bedeutung. Das hat der Pneumologe Professor Klaus Rabe von der Universität Leiden bei einer Live-Übertragung via Satellit vom ATS-Kongreß berichtet. Die COPD war ein Hauptthema beim Kongreß. Etwa 70 Prozent aller Veranstaltungen und Präsentationen waren dieser Krankheit gewidmet.

In einer beim ATS vorgestellten Studie ist nach Angaben von Rabe nachgewiesen worden, daß durch die Therapie mit inhalativen Kortikosteroiden bei COPD-Patienten der Verlust an Lungengewebe deutlich reduziert werden kann.

In einer anderen Studie, in der 140 COPD-Patienten über 13 Wochen mit Salmeterol und Fluticason (in Deutschland als Viani® erhältlich) behandelt wurden, seien noch bessere Effekte erzielt worden als bei alleiniger Anwendung von inhalativen Steroiden. Das berichtete Professor Claus Vogelmeier von der Universität Marburg bei der von den Unternehmen GlaxoSmithKline und EuMeCom organisierten Veranstaltung. "Es gibt erste Hinweise, daß Steroide auch bei der COPD wirksam sind", sagte Rabe.

An der Fortbildungsveranstaltung nahmen in diesem Jahr schätzungsweise mehr als 1 000 Ärzte teil. Erstmals konnten die Teilnehmer für den Besuch der Veranstaltung vier Fortbildungspunkte erhalten.

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