COPD

Sammeln Sie CME-Punkte - 30 Tage kostenlos mit e.Med
Modul: Übersicht COPD - Diagnostik, Prävention und Therapie

Weitere Module zu anderen Themen auf der Startseite unserer Sommerakademie
Ärzte Zeitung, 30.06.2005

Antikörper verringert Asthma-Exazerbationen

Zusatzbehandlung senkt Zahl der Krankenhauseinweisungen / Antikörper Omalizumab bindet Immunglobulin E

MÜNCHEN (kat). In den USA profitieren Patienten mit schwerem persistierendem Asthma bronchiale bereits von einem neuen Therapieprinzip - dem monoklonalen Antikörper gegen IgE Omalizumab. Er leitet eine neue Ära in der Asthmatherapie ein, wie Professor Ulrich Wahn aus Berlin gesagt hat.

Die Therapie mit dem Antikörper senkt die Rate schwerer Exazerbationen und Krankenhauseinweisungen signifikant. Dies bestätigt die Hypothese zur Pathophysiologie des allergischen Asthmas.

Selbst unter maximaler Therapie - gemäß GINA (Global Initiative for Asthma)-Leitlinien, das heißt mit hochdosiertem inhalativen Kortikoid plus langwirksamem Beta-2-Agonisten und bei Bedarf oralen Kortikosteroiden oder Theophyllin - sterben noch immer viele Patienten mit schwerem persistierendem Asthma, wie es beim Welt-Allergie-Kongreß in München bei einem Symposium von Novartis hieß.

Diese Patienten werden häufiger ins Krankenhaus eingewiesen oder suchen die Notfallaufnahme auf. Für diese Patienten könnte der in Europa voraussichtlich im Herbst zugelassene Anti-IgE-Antikörper Omalizumab eine hilfreiche Option sein.

Durch Omalizumab als Add-on-Therapie läßt sich das Risiko einer Exazerbation im Vergleich zu Placebo um fast 20 Prozent senken. Dies geht aus den Ergebnissen der randomisierten doppelblinden INNOVATE (INvestigatioN of Omalizumab in seVere Asthma TrEatment)-Studie hervor.

Wurde bei den statistischen Berechnungen für die Zahl der vorangegangenen Exazerbationen dieser schwerkranken Asthmatiker korrigiert, ergab sich sogar eine signifikante Reduktion der Exazerbationen um 26 Prozent. Schwere Exazerbationen waren in der Verumgruppe um 50 Prozent und Krankhauseinweisungen um 44 Prozent seltener.

Alle Parameter der Lebensqualität verbesserten sich nach 28 Wochen Studiendauer hochsignifikant, wie Professor Marc Humbert aus Clamart in Frankreich berichtete. Es wurden nicht mehr unerwünschte Wirkungen als unter Placebo beobachtet.

Wie aus den anderen bisher sechs Phase-III-Studien hervorgeht, ist die Wirksamkeit von Omalizumab unabhängig von einer vorherigen Therapie mit oralen Steroiden und dem Alter. Außerdem erreichen signifikant mehr Patienten eine komplette Kontrolle des Asthmas oder zumindest eine deutliche Besserung.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »