COPD

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Modul: Übersicht COPD - Diagnostik, Prävention und Therapie

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Ärzte Zeitung, 26.09.2005

Vorteil für Bronchodilatator-Kombi bei COPD

Bessere Lungenfunktion als mit Beta-2-Agonist plus Kortikoid / Vergleichsstudie

KOPENHAGEN (ner). Bei COPD-Patienten hat die Kombination zweier langwirksamer Bronchodilatatoren anscheinend Vorteile im Vergleich zur Kombination eines langwirksamen Bronchodilatators mit einem Kortikoid. Das hat eine Vergleichsstudie ergeben, die beim europäischen Pulmologenkongreß in Kopenhagen vorgestellt worden ist.

Bei knapp 600 Patienten mit moderater COPD waren die Effekte einer Kombination mit dem Anticholinergikum Tiotropiumbromid (Spiriva®) und dem Beta-2-Agonisten Formoterol sechs Wochen lang verglichen worden mit der Kombination des Beta-2-Agonisten Salmeterol und dem Kortikoid Fluticason.

Das hat Professor Klaus Rabe von der Universität Leiden in den Niederlanden beim Jahreskongreß der European Respiratory Society berichtet. Dabei besserte sich die Lungenfunktion mit Tiotropium plus Formoterol signifikant besser als in der Vergleichsgruppe, so Rabe bei einer von den Unternehmen Boehringer-Ingelheim und Pfizer unterstützten Veranstaltung.

Zu Beginn der Studie lag die Einsekundenkapazität (FEV1) bei durchschnittlich 1,3 l. In der Tiotropium-Formoterol-Gruppe stieg dieser Wert innerhalb von zwei Stunden nach Inhalation auf durchschnittlich 1,77 l, in der Bronchodilatator-Steroid-Gruppe dagegen nur auf 1,67 l. Der durchschnittliche FEV1 im Zwölfstundenprofil war in der Tiotropium-Formoterol-Gruppe signifikant größer. Und die forcierte Vitalkapazität (FCV) war signifikant besser.

Mit der Kombination zweier pharmakologischer Prinzipien lasse sich das bronchodilatatorische Potential optimal nutzen, meint Rabe. Tiotropium ist ein langwirksamer Muskarinrezeptor-Antagonist, der die bronchokonstriktorischen Effekte von Acetylcholin blockiert. Er braucht nur einmal täglich inhaliert zu werden. Formoterol ist ein Beta-2-Agonist, der zweimal täglich inhaliert wird. Die Resultate sollten jetzt in einer Langzeituntersuchung geprüft werden, meint Rabe.

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