COPD

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Modul: Übersicht COPD - Diagnostik, Prävention und Therapie

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Ärzte Zeitung, 16.11.2005

Inhalation von Medikamenten jetzt zuverlässiger

NEU-ISENBURG (ikr). Fortschritte bei der Behandlung von COPD-Kranken gibt es vor allem, was die Inhalationstechniken für Bronchodilatatoren und Kortikosteroide betrifft. Mit neuartigen Geräten lassen sich die Medikamente leichter und zuverlässiger in die Lunge transportieren.

In der Praxis bewährt hat sich bei COPD-Patienten etwa der Respimat® Soft Inhaler, mit dem das kurz wirksame Anticholinergikum Ipratropium und der kurz wirksame Beta-2-Agonist Fenoterol inhaliert werden können. Das Gerät erzeugt das Aerosol rein mechanisch und unabhängig vom Inspirationsfluß der Kranken.

Es setzt durch die Kraft einer gespannten Feder über 1,2 Sekunden eine Aerosolwolke frei, die sich sehr langsam ausbreitet. Den Patienten bleibt Zeit für eine ruhige und langsame Inhalation. Eine Anwendungsbeobachtung bei mehr als 4000 Patienten, darunter etwa 2500 COPD-Kranke, bestätigt die hohe Effizienz und einfache Anwendung des Gerätes.

Auch die Inhalation des rasch und lang wirksamen Beta-2-Agonisten Formoterol ist jetzt noch einfacher geworden: Bei Verwendung des Certihaler™, einem mit Formoterol geladenen Pulverinhalator, sind wichtige Fehlerquellen bei der inhalativen Therapie von vornherein ausgeschaltet.

Aktiviert wird das nur in korrekter, horizontaler Position zu öffnende Gerät nämlich erst dann, wenn die Patienten am Mundstück die minimal benötigte inspiratorische Flußgeschwindigkeit aufbringen. Dies fällt bei dem Gerät nicht schwer, weil bereits ein relativ geringer Fluß ausreicht, um die erforderliche Desagglomeration des in Pulverform vorliegenden Wirkstoffs zu erreichen. Eine korrekte Inhalation wird über mehrere Signale mitgeteilt.

Eine weitere Innovation ist der Auto-Jethaler® mit dem Kortikoid Budesonid. Das Medikament wird per Atemzug freigesetzt. Die Patienten müssen den Inhalator nur bis zum Anschlag drehen und dann einatmen. Fehlauslösungen sind nicht möglich. Entweder der Patient inhaliert richtig oder gar nicht.

Das Mittel wird erst ab einem Inspirationssog von 35 bis 40 l/min freigesetzt. Eine optimale Deposition in der Lunge soll dadurch sichergestellt werden. Die erfolgreiche Inhalation zeigt ein akustisches Signal an.

Weitere Infos zu COPD gibt es im Internet unter www.atemwegsliga.de, den Link "Empfehlungen" anklicken, sowie unter www.goldcopd.com

Lesen Sie dazu auch:
Arznei und Sport erleichtern Leben mit COPD

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