Direkt zum Inhaltsbereich

Asthma: Neuer Inhalator optimiert Arznei-Verteilung in den Bronchien

MÜNCHEN (wst). Bald steht in Deutschland eine neue inhalierbare Fixkombination aus dem Steroid Beclometason und dem lang wirksamen Beta-2-Mimetikum Formoterol zur Verfügung. Die neuartige Formulierung der bewährten Substanzen in Verbindung mit einem modernen Inhalator ermöglicht auch bei niedriger Dosis eine effektive Verteilung in den Bronchien.

Veröffentlicht:

Viele Asthma-Patienten benötigen zur guten Kontrolle ihrer Atemwegserkrankung ein inhalatives Kortikosteroid und ein inhalatives lang wirksames Beta-2-Mimektikum (LABA). Daran hat Professor Ashley Woodcock aus Manchester zum Jahreskongreß der European Respiratory Society (ERS) in München erinnert.

Am ehesten profitierten Patienten von den sich ergänzenden Wirkungen der beiden Substanzklassen durch Kombinationspräparate, weil damit eine bessere Compliance zu erwarten sei.

Bei der neuen Fixkombination des Unternehmens, die unter dem Namen Foster® auf den Markt kommen soll, werden die beiden bewährten Komponenten Formoterol und Beclometason in ultrafeiner Formulierung über ein Dosieraerosol mit Hilfe der Modulite®-Technik inhaliert.

Szintigraphie-Studien hätten ergeben, daß diese Inhalatortechnik in Verbindung mit der kleinen Partikelgröße von nur ein bis zwei Mikrometern eine überdurchschnittlich gute Lungendeposition der Substanzen ermöglicht, so Woodcock auf einem Symposium des Unternehmens Asche Chiesi. Damit ließe sich die systemische Steroidbelastung reduzieren.

Mit der neuen Fixkombination aus Beclometason und Formoterol kann ein moderates bis schweres Asthma mindestens so gut kontrolliert werden wie mit anderen, bereits etablierten Fixkombinationen. Das haben Vergleichsstudien mit mehreren Hundert Patienten ergeben.



STICHWORT

Asthma-Schweregrade bei Erwachsenen

Grad I - intermittierend: Am Tag weniger als einmal pro Woche Symptome, sonst asymptomatisch. Nachts höchstens zweimal im Monat.

Grad II - geringgradig persistierend:Nicht täglich Symptome. Nachts öfter als zweimal im Monat.

Grad III - mittelgradig persistierend:Täglich Symptome. Nachts mehr als einmal pro Woche.

Grad IV - schwergradig persistierend: Tagsüber Dauersymptome, eingeschränkte körperliche Aktivität. Nachts häufig Symptome.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Mikrobiomforschung

Atemwegs-Dysbiose befeuert Lungenerkrankungen

Asthmakontrolle und SABA-Übergebrauch

Schlecht kontrolliertes Asthma: Was getan werden kann

Das könnte Sie auch interessieren
Geldschein, teilweise bedeckt von Stethoskop

© photocrew / stock.adobe.com

Kostenstrukturanalyse

Privatanteil an den Einnahmen geht leicht zurück

Logo Beyond Imaging

© Beyond

Beyond Imaging

KI-gestützte Prostata- und Kopf-MRT

Kooperation | In Kooperation mit: Tag der Privatmedizin
Logo Diagnostic Results

© Diagnostic Results

Bioeksen

Molekulare PCR-Diagnostik am PoC

Kooperation | In Kooperation mit: Tag der Privatmedizin
Jugendliche die schon früh, ohne Eltern in die Sprechstunde kommen, werden selbstständiger.

© Racle Fotodesign / stock.adobe.com

Typ-1-Diabetes bei Kindern und Jugendlichen

Wie gelingt der Übergang vom Pädiater in die Erwachsenenmedizin?

Frauen erhalten eine andere und meist schlechtere Behandlung als Männer. Sie sind häufiger vom Medical Gaslighting betroffen, insbesondere in der Kardiologie.

© NPS Studio / stock.adobe.com

Hormone, Schwangerschaft, Wechseljahre

Warum ein Diabetes Frauen anders trifft als Männer

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Interdisziplinäres Patienten-Management – ein Praxisleitfaden

© APOGEPHA Arzneimittel GmbH | Generated by AI

Überaktive Blase

Interdisziplinäres Patienten-Management – ein Praxisleitfaden

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: APOGEPHA Arzneimittel GmbH, Dresden
Primär Biliäre Cholangitis: therapeutisches Potenzial der PPAR-Aktivierung

© Kateryna_Kon / stock.adobe.com

PPAR-Isoform-Selektivität: wissenschaftliche Grundlagen und klinische Relevanz

Primär Biliäre Cholangitis: therapeutisches Potenzial der PPAR-Aktivierung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Gilead Sciences GmbH, Planegg-Martinsried

Vitamin-B12-Mangel

Frühzeitig erkennen, gezielt therapieren

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Wörwag Pharma GmbH & Co. KG, Böblingen
Vorteile des Logins

Mit unserem kostenloses Login erhalten Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen vollen Zugriff auf unsere medizinischen und praxisrelevanten Inhalte.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

„ÄrzteTag“-Podcast

Wie können Ärzte Einsamkeit erkennen und ansprechen, Professor Adli?

Lesetipps
Rote Beete Wurzel, rote Beete Würfel, rote Beete Scheiben und rote Beete Saft.

© Daniel Vincek / stock.adobe.com

Fallbericht

Eine fast fatale Gemüse-Überdosis

Ausgestreckte Hand gegenüber einer Impfspritze.

© anyaivanova / Getty Images / iStock

Überprüft

5 Mythen übers Impfen im Faktencheck