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Atemtherapiegerät lockert festsitzenden Bronchialschleim

HAMBURG (jma). Ein neues Atemtherapiegerät lockert festsitzenden Bronchialschleim und führt so zu einer signifikanten Besserung der Lungenfunktion bei Erwachsenen und Kindern mit chronischen Atemwegserkrankungen.

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"Vermehrter und zäher Schleim in den Atemwegen ist außer Husten und Luftnot das größte Problem der Atemwegspatienten", sagte Dr. Hans-Joachim Lepthin, Chefarzt der Fachklinik Aukrug bei einer Veranstaltung von Pohl Boskamp in Hamburg.

Mehrere Studien mit insgesamt mehr als 500 Patienten haben ergeben, dass die Anwendung des Atemtherapiegeräts GeloMuc® bei Patienten mit COPD und Asthma bronchiale die Lungenfunktion deutlich bessert. So wurde zum Beispiel in einer Studie mit 52 COPD-Patienten ein signifikanter Anstieg der Peakflow-Werte gemessen. Der morgendliche Wert war innerhalb von zwei Wochen von im Mittel 307 l/min auf 373 l/ min gestiegen. In der Kontrollgruppe ohne Atemtherapie gab es nur geringe Schwankungen.

Auch die Deutsche Atemwegsliga empfiehlt in ihrer COPD-Leitlinie die Anwendung von Atemtherapiegeräten (Pneumologie 61, 2007, e1-e40).

Das neue Atemtherapiegerät ist ein kleines pfeifenähnliches System, das aus einem Mundstück, einem Trichter, einer Stahlkugel und einem mit Löchern versehenen Kopfteil besteht. Beim Pusten in das Gerät wird ein Überdruck aufgebaut, der ein Zusammenfallen der Atemwege bis tief in die Bronchien verhindert. Durch das Auf- und Abbewegen der Kugel entstehen Druckschwankungen, die die Bronchien in Vibration versetzen. Der Schleim wird so von den Bronchialwänden gelöst und kann leichter mundwärts transportiert werden.

Außer für Patienten mit chronischer Bronchitis, COPD und Asthma bronchiale ist das Atemtherapiegerät auch bei anderen Erkrankungen geeignet: Zum Beispiel zur unterstützenden Therapie bei Patienten mit Pneumonie, Lungenemphysem, Bronchiektasen, Mukoviszidose oder auch bei Patienten mit Morbus Bechterew. Das Hilfsmittel ist voll erstattungsfähig und belastet nicht das Budget.

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