Direkt zum Inhaltsbereich

Jeder dritte Mann über 70 Jahre hat eine COPD

HANNOVER (ikr). Die Prävalenz der COPD ist in Deutschland offenbar recht hoch: Gut 13 Prozent der über 40-Jährigen sind nach einer repräsentativen Stichprobe von der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung betroffen.

Veröffentlicht:

Ein Team um Dr. Henning Geldmacher von der MHH hat 683 Probanden aus der Region Hannover im Alter von 40 Jahren und darüber untersucht (DMW 133, 2008, 2609). Alle Teilnehmer der sogenannten BOLD-Studie wurden nach ihrem Rauchverhalten befragt und spirometrisch untersucht.

Der Anteil der Raucher lag bei 21 Prozent. Bei 13 Prozent der Probanden wurde eine COPD diagnostiziert. Etwa sieben Prozent hatten eine leichte COPD - Stadium I nach GOLD mit einem FEV1-Wert von mindestens 80 Prozent des Sollwertes. Fünf Prozent hatten eine mittelschwere COPD (GOLD II; FEV1 unter 80 Prozent, aber mindestens 50 Prozent). Knapp ein Prozent der Untersuchten hatte eine schwere COPD (GOLD III/IV; FEV1 unter 50 Prozent).

Die Prävalenz der COPD steigt mit dem Lebensalter und dem Nikotinkonsum. So waren von den über 70-jährigen Frauen 25 Prozent und von den Männern dieser Altersgruppe 30 Prozent betroffen, aber nur 22 Prozent der 50- bis 59-jährigen Männer und 5 Prozent der Frauen in dieser Altersgruppe. Außerdem: 10 Prozent der Nichtraucher und 8 Prozent der Nichtraucherinnen hatten eine COPD, aber 20 Prozent der Männer und 14 Prozent der Frauen, die mehr als 20 Jahre lang eine Packung Zigaretten täglich rauchten.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Typ-2-Inflammation bei COPD

Bessere Lungenfunktion und mehr Lebensqualität durch IL-4/-13-Hemmung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Berlin, und Regeneron GmbH, München

Asthma, COPD und Co.

Acht Fehler bei der Inhalationstherapie – und wie es richtig geht

Kommentare
Sonderberichte zum Thema

T2D-Therapie jetzt auch mit Semaglutid 2 mg

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novo Nordisk Pharma Gmbh, Mainz
Abb. 1: Empagliflozin reduzierte auch bei niedriger Ausgangs-eGFR die Progression der chronischen Nierenkrankheit (Test für Heterogenität/Trend: a) 12=0,06, p=0.81; b) 12=6,31, p=0,012)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [6]

Chronische Nierenkrankheit

SGLT2-Inhibition: Nephroprotektiv auch bei stark erniedrigter eGFR

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Ko KG, Ingelheim am Rhein
Abb. 2: Sekundärer Endpunkt der BOREAS-Studie: Veränderung der Lungenfunktion unter Dupilumab versus Placebo

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Typ-2-Inflammation bei COPD

Bessere Lungenfunktion und mehr Lebensqualität durch IL-4/-13-Hemmung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Berlin, und Regeneron GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Kohlenhydrate, Apfelessig, Gottesnahrung und Süßstoffe

Vier Ernährungs- und Blutzuckermythen im Faktencheck

Lesetipps
Ein Mann liegt im Bett und schaut auf sein Handy.

© Andrii Lysenko / Stock.adobe.com

Insomnie

Wie sich schlechter Schlaf auf Schmerzen auswirkt

Eine Illustration einer kompletten Lunge, die auf zwei Händen gehalten wird.

© Tahir/Generated with AI/stock.ad

Erfolgreiche Überbrückung bis zur Transplantation

Schwer an ARDS Erkrankter überlebt Entfernung beider Lungenflügel