Je mehr Pfunde, desto schlechter die Lungenfunktion

Prävalenz und Schwere von Asthma bei jungen Erwachsenen sind in den vergangenen 30 Jahren kontinuierlich gestiegen. Das hat eine dänische Studie ergeben.

Veröffentlicht:
Die Lungenfunktion hängt auch vom BMI ab.

Die Lungenfunktion hängt auch vom BMI ab.

© Foto: Sebastian Kaulitzki / fotolia.de

KOPENHAGEN (ikr). Insgesamt 3285 Männer und Frauen zwischen 20 und 35 Jahren aus Kopenhagen wurden im Laufe von drei Jahrzehnten befragt, ob sie Asthma haben. Außerdem wurden Körpergröße, Gewicht und FEV1-Wert bestimmt (Eur Respir J 34, 2009, 1046).

Dabei stellte sich heraus: Die Asthma-Prävalenz war in den drei Jahrzehnten nach Angaben der Studienteilnehmer kontinuierlich gestiegen: Sie betrug zwischen 1976 und 1978 knapp zwei Prozent, zwischen 1991 und 1993 nahezu fünf Prozent und bei der Untersuchung von 2001 bis 2004 bereits sieben  Prozent. Zugenommen hatte auch die Schwere der Erkrankung. So betrug der Unterschied zwischen den FEV1-Werten von Asthmatikern und Nicht-Asthmatikern zwischen 1976 und 1978 noch etwa zwei Prozent des Sollwertes, von 2001 bis 2004 waren es jedoch 14 Prozent.

Und noch etwas stellte sich heraus: Bei der Untersuchung von 1991 bis 1994 waren die FEV1-Werte um so niedriger, je höher der BMI der Studienteilnehmer war. Besonders stark war diese Korrelation bei Adipösen. Die dänischen Forscher vermuten, dass die Zunahme der Asthma-Prävalenz und -Schwere zumindest teilweise auf die Zunahme von Übergewicht zurückzuführen ist.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Hilfe bei der Therapieentscheidung

Asthma und COPD: Welche Biologika bei welchen Patienten?

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Daten zur lipidologischen Versorgung von Patientinnen und Patienten mit hohem kardiovaskulärem Risiko aus der VESALIUS-REAL-Studie

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [7]

Kardiovaskuläre Prävention

Frühe Risikoidentifikation und konsequentes Lipidmanagement

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Amgen GmbH, München
Abb. 1: FIB-4 1,3: numerische 26%ige Risikoreduktion der 3-Punkt-MACE durch Semaglutid 2,4mg

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [17]

Kardiovaskuläre, renale und hepatische Komorbiditäten

Therapie der Adipositas – mehr als Gewichtsabnahme

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novo Nordisk Pharma GmbH, Mainz
SCD-PROTECT-Studie-- Frühe Phase nach Diagnose einer Herzinsuffizienz – deutlich höheres Risiko für den plötzlichen Herztod als in der chronischen Phase.

© Zoll CMS

SCD-Schutz in früher HF-Phase

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: ZOLL CMS GmbH, Köln
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Stiftung Lebensblicke

Darmkrebs bei jungen Menschen: Entwarnung für Deutschland

Robert Koch-Institut

Impfkalender für 2026: Die Neuerungen im Überblick

Interview mit Physiotherapeutin

Bewegung bei Nackenschmerzen: Welcher Sport ist der richtige?

Lesetipps
Eine kalorienarme, pflanzenbasierte Kost für mehrere Tage am Stück pro Monat kann Patienten und Patientinnen mit Morbus Crohn bei der Remission helfen.

© rh2010 / stock.adobe.com

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

Morbus Crohn: In nur fünf Tagen per Diät zur Remission?