Ärzte Zeitung, 16.01.2012

Passivrauchen fördert COPD

LONDON (ikr). Nicht nur Raucher haben ein erhöhtes Risiko, im Laufe ihres Lebens eine chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (COPD) zu entwickeln.

Nach den Ergebnissen einer aktuellen Studie ist das Risiko für diese chronische Atemwegserkrankung zum Beispiel auch dann erhöht, wenn bereits vor dem zehnten Lebensjahr eine stationäre Behandlung wegen eines Atemwegsproblems notwendig war, und zwar um den Faktor 2,35 (European Respiratory Journal 2011, online 19. Dezember).

Aber auch Passivrauchen, Tuberkulose und eine positive Familienanamnese sind offenbar Triggerfaktoren: Bei Passivrauchen ist das COPD-Risiko um den Faktor 1,24 erhöht, bei Tuberkulose um den Faktor 1,78 und bei einer positiven Familienanamnese um den Faktor 1,50.

Topics
Schlagworte
Asthma / COPD (1876)
Krankheiten
COPD (1393)
Tuberkulose (800)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Luftschadstoffe beeinträchtigen viele Organsysteme

Die Lunge gilt zwar als Eintrittspforte für Schadstoffe aus der Luft, kurz- und langfristige Gesundheitsschäden scheinen jedoch vor allem im Herzkreislaufsystem aufzutreten. mehr »

Für die Union ist Substitution von Ärzten kein Tabu

Nichtärztliche Gesundheitsberufe sollen stärker in die Versorgung eingebunden werden, fordert die Union. Ärztepräsident Montgomery benennt die Fallstricke für solche Pläne. mehr »

Frühe ART wirkt protektiv

Die frühe antiretrovirale Therapie (ART) schützt HIV-Patienten vor schweren bakteriellen Infektionen. mehr »