COPD

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Ärzte Zeitung, 10.08.2012

Asthma und Rhinitis

In die Nase gucken!

Nasenpolypen - vor allem Menschen mit Asthma oder allergischer Rhinitis haben ein hohes Risiko, welche zu entwickeln. Allerdings ist noch nicht die Frage beantwortet, was die Ursache ist.

Bei Asthma und Rhinitis lohnt ein Blick in die Nase

Allergisch - und polypengefährdet.

© seite3 / fotolia.com

ZANJAN/IRAN (BS). Iranische Ärzte haben mit anteriorer Rhinoskopie die Nasen von 144 Patienten mit allergischer Rhinitis und von 106 Patienten mit Asthma bronchiale auf Polypen untersucht (J Laryngol Otol 2012; 126: 780).

Sie konnten bei 60 Patienten Polypen nachweisen, in 40 Prozent der Betroffenen in beiden Nares.

Asthmatiker (25 Prozent) und Heuschnupfenpatienten (23 Prozent) waren ähnlich oft von den gutartigen Wucherungen der Nasenschleimhaut betroffen, und zwar Frauen und Männer gleichermaßen. Die Prävalenz korrelierte mit dem Alter der Patienten und der Erkrankungs-Dauer.

Offenbar begünstigen anhaltende Veränderungen in den Atemwegen die Entstehung der Polypen, vermuten die HNO-Ärzte.

Umgekehrt könnten die Polypen aber auch zu einer Verschlechterung der Atemwegserkrankungen beitragen.

In der Studie waren bei höhergradigem Asthma häufiger Nasenpolypen nachweisbar als bei leichtem Asthma. Ein solcher Zusammenhang ist auch aus anderen Studien bekannt.

Die Forscher gehen davon aus, dass Polypen die Entzündungsreaktion in den Atemwegen anheizen, da sie deutlich mehr Mastzellen und Histamin enthalten als andere Gewebe und zudem viele Zytokine sezernieren.

Zusätzlich könne die bei Nasenpolypen verstärkte Mundatmung und die damit einhergehende Überproduktion von Schleim ("post-nasal drip") die Entzündung unterhalten.

Anders als bei Patienten mit Asthma war bei Patienten mit allergischen Rhinitis keine Assoziation zwischen Schweregrad und dem Vorliegen von Polypen festzustellen.

Die Ärzte raten, bei Asthma- und Heuschnupfen-Patienten routinemäßig die Nase zu inspizieren und gegebenenfalls gegen Nasenpolypen zu behandeln.

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