Ärzte Zeitung, 17.02.2014

Kommentar zu Opioiden bei COPD

Mehr Luft am Lebensende

Von Beate Schumacher

Opioide sind ein Segen in der Palliativmedizin. Aber soll ausgerechnet ein schwer kranker und um Luft ringender COPD-Patient mit einem Opioid behandelt werden? Viele Ärzte schrecken davor zurück. Ihre Bedenken sind verständlich, wurde doch schon im Studium vor der Gefahr einer Atemdepression eindringlich gewarnt.

Bisher gab es wenige Daten, die den Ärzten diese Sorge nehmen konnten. Das Fehlen schwerer Nebenwirkungen war nur durch kleine Studien dokumentiert. Erstmals zeigt jetzt eine große Registerstudie, dass niedrig dosierte Opioide bei schwerer COPD sicher sind: Krankenhauseinweisungen und Todesfälle waren nicht häufiger als bei COPD-Patienten ohne Opioidtherapie.

Dies ist in der Tat eine gute Botschaft. Denn Opioide sind heute die Medikamente der ersten Wahl zur Linderung von schwerer therapierefraktärer Atemnot; ihre Wirksamkeit ist durch randomisierte Studien belegt.

Und Atemnot gehört zu den häufigsten und quälendsten Symptomen im Endstadium einer COPD. Wenn hier häufiger als bisher Opioide zum Einsatz kommen, ist dies ein Segen für die Patienten.

Lesen Sie dazu auch:
COPD: Niedrig dosiertes Opioid scheint sicher

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

So viel jünger und attraktiver macht Facelifting

Wer sein Gesicht straffen lässt, will in der Regel jünger und dynamischer aussehen. Das scheint tatsächlich zu klappen. mehr »

Niedrig dosiert starten und langsam erhöhen!

Die neue Gesetzeslage zur Verordnung von Cannabis auf Kassenkosten ist beim Schmerz- und Palliativtag begrüßt worden. Ärzte mit Erfahrung mit Cannabinoiden loben vor allem den Erhalt der Therapiefreiheit. mehr »

Obamacare bleibt!

Blamage für US-Präsident Donald Trump: In letzter Minute zogen die Republikaner die Abstimmung über die geplante Gesundheitsreform zurück. Gerade auch, weil die Zustimmung aus den eigenen Reihen fehlte. mehr »