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Bei Schlafapnoe ist umzudenken

HAIFA (mal). Eine Schlafapnoe ist bei jüngeren Männern eine deutlich heiklere Angelegenheit als bei über 50jährigen. Denn nur die jüngeren haben damit eine im Vergleich zur Durchschnittsbevölkerung erhöhte Gesamtsterblichkeits-Rate.

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Diagnostik bei Verdacht auf eine Schlafapnoe und Therapie bei gesicherter Diagnose sollten in möglichst frühen Lebensjahren erfolgen, fordern Forscher um Schlafapnoe-Spezialist Professor Peretz Lavie aus Haifa in Israel. Gerade bei Risiko-Patienten, also unter 30jährigen dicken Männern mit positiver Familienanamnese oder Bluthochdruck sei erhöhte Aufmerksamkeit geboten, so Lavie.

Gemeinsam mit seinen Kollegen hat Lavie bei 14 589 Männern im Alter zwischen 20 und 93 Jahren mit Schlafapnoe im Mittel 4,6 Jahre lang Daten erhoben. In dieser Zeit waren 372 Studienteilnehmer gestorben. Die Gesamtsterblichkeits-Rate, bezogen auf 1000 Personen und auf ein Jahr, lag damit bei 5,55. Sie war umso höher, je korpulenter die Patienten waren und je stärker die Schlafapnoe ausgeprägt war (Eur Respir J 25, 2005, 514). Insgesamt war die Gesamtsterblichkeits-Rate im Vergleich zu der der männlichen Durchschnittsbevölkerung aber nicht signifikant erhöht.

Die Berücksichtigung des Alters der Patienten brachte dann aber eine Überraschung: Bei mäßiger bis starker Schlafapnoe (über 30 Apnoe- oder Hypopnoe-Phasen pro Stunde) war die Gesamtsterblichkeits-Rate umso höher, je jünger die Patienten waren. Bei den 20- bis 29jährigen war sie mit einer Rate von 5,84 sogar statistisch signifikant erhöht. Eine weitere Analyse nur bei Männern mit starker Schlafapnoe (stündlich über 50 Apnoe- oder Hypopnoe-Phasen) bestätigte die Beobachtung.

Möglicherweise gelinge es mit zunehmender Krankheitsdauer, die Effekte der Schlafapnoe irgendwie zu kompensieren, so die Forscher. Bei Jüngeren müsse dieser Mechanismus noch ausreifen. Deshalb sei ihre Gesamtsterblichkeits-Rate noch signifikant erhöht.

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