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Bei Sklerodermie nach Lungenhochdruck fahnden!

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WIESBADEN (gvg). Zehn bis 15 Prozent aller Patienten mit Sklerodermie haben eine pulmonale Hypertonie. Ein regelmäßiges Screening ist wichtig, weil der Befund therapeutische Konsequenzen hat.

"Nach einer pulmonalen Hypertonie sollten die behandelnden Ärzte bei Sklerodermiepatienten unbedingt aktiv suchen, denn das ist sehr prognoserelevant", sagte Professor Martin Fleck von der Asklepios-Klinik in Bad Abbach beim Internistenkongress in Wiesbaden.

Konkret empfahl er, zumindest einmal, besser zweimal im Jahr eine Lungenfunktionsuntersuchung zu machen, und zwar inklusive Bestimmung der Diffusionskapazität.

Auch gelegentliche Echokardiografien seien obligat, so Fleck. Steht eine mögliche pulmonale Hypertonie aufgrund der Ergebnisse dieser beiden Screeninguntersuchungen im Raum, sorgt der Rechtsherzkatheter für die definitive Abklärung.

Ist die Diagnose gestellt, kann den Patienten medikamentös oft relativ gut geholfen werden. Bei mildem Verlauf würden heute Endothelin-Rezeptor-Antagonisten wie Bosentan als Standard angesehen, gefolgt von PDE 5-Hemmern wie Sildenafil und Prostaglandinen wie Epoprosterol.

Bei schwerem Verlauf stünden die Prostaglandine an erster Stelle, und auch Kombitherapien seien möglich, so Fleck. Spätestens an dieser Stelle sollten Hausärzte oder Rheumatologen nicht mehr alleine therapieren.

"Diese Patienten müssen unter Einbeziehung eines Pulmonologen interdisziplinär betreut werden."

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