Ärzte Zeitung, 08.05.2008

Mitochondrien assoziiert mit Makulaschäden

VANDERBILT (ars). Nicht nur Genvarianten im Zellkern, sondern auch in den Mitochondrien erhöhen das Risiko für die altersabhängige Makuladegeneration (AMD).

Das haben US-Forscher aus Vanderbilt entdeckt (PLoS, 7. Mai). Die Veränderung, mitochondriale Haplogruppe T genannt, kommt bei etwa zehn Prozent der Menschen kaukasischen Ursprungs vor.

Die Entdeckung eröffnet eine Möglichkeit der Prävention: Wer diese Variante hat, könnte einer AMD durch Rauchverzicht oder Einnahme von Antioxidantien vorbeugen. Zu den Genen im Zellkern, deren Veränderungen mit AMD assoziiert sind, gehört der Komplementfaktor H. Varianten dort gelten als Ursache für 43 Prozent der AMD-Erkrankungen.

Topics
Schlagworte
Augenkrankheiten (639)
Gentechnik (2103)
Organisationen
AMD (186)
Krankheiten
Augenkrankheiten (326)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Luftschadstoffe beeinträchtigen viele Organsysteme

Die Lunge gilt zwar als Eintrittspforte für Schadstoffe aus der Luft, kurz- und langfristige Gesundheitsschäden scheinen jedoch vor allem im Herzkreislaufsystem aufzutreten. mehr »

Kompromissvorschlag wieder zurückgezogen

Kaum verkündet, ist der Kompromiss zur Pflegeausbildung auch schon wieder vom Tisch. Die genauen Gründe sind unklar. mehr »

Für die Union ist Substitution von Ärzten kein Tabu

Nichtärztliche Gesundheitsberufe sollen stärker in die Versorgung eingebunden werden, fordert die Union. Ärztepräsident Montgomery benennt die Fallstricke für solche Pläne. mehr »