Ärzte Zeitung, 16.01.2012

Mit Stammzellen gegen Erblinden

Forscher entwickeln eine Methode, mit der Stammzellen die Sehzellen-Degeneration bei AMD stoppen sollen.

DRESDEN (eb). Bisher gibt es für die altersbedingte Makuladegeneration (AMD) keine Heilungschancen, sondern nur die Möglichkeit, das Absterben weiterer Zellen zu verzögern und so die zentrale Sehschärfe länger zu erhalten.

Dieser Problematik widmen sich Forscher der Medizinischen Fakultät Carl Gustav Carus in Dresden und der Life-Science-Inkubator GmbH & Co KG. Ziel des Ansatzes der Mesentech-Gruppe ist es, den fortschreitenden Prozess der Sehzellen-Degeneration zu stoppen oder - im optimalen Fall - sogar umzukehren. Das geschieht durch die Verwendung von autologen mesenchymalen Stammzellen.

Mit fast zwei Millionen Euro gefördert

"Das Projekt Mesentech entwickelt eine regenerative und protektive Zelltherapie für Patienten mit degenerativen Netzhauterkrankungen unter Verwendung von körpereigenen Zellen", wird der Projektleiter Dierk Wittig in einer Mitteilung der Technischen Universität Dresden zitiert. Dabei liege der Fokus auf der altersbedingten Makuladegeneration sowie der diabetischen Retinopathie.

Das Projekt wird durch eine Fördermaßnahme des Bundes, den so genannten Life Science Inkubator, mit fast zwei Millionen Euro unterstützt.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Mehr Metastasen

Immer mehr Männer mit Prostatakrebs in den USA haben schon bei der Diagnose Metastasen. Ihr Anteil hat sich fast verdoppelt. Auch die Inzidenz solcher Tumoren nimmt zu. mehr »

Deutsches Defizit

Diabetes-Prävention, Strategien gegen Polypharmazie, digitale Versorgungsangebote: Neue Initiativen gibt es zuhauf. Doch Patienten müssen davon wissen. Genauo daran hapert es aber. mehr »

"Einfache Ersttherapie ist für fast alle Patienten möglich"

Die antiretrovirale Therapie ist bei neu diagnostizierter HIV-Infektion stets angezeigt, und zwar unabhängig vom Stadium der Infektion oder der Helferzellzahl. mehr »