Ärzte Zeitung online, 15.06.2012

Behörden warnen vor süßen Sprays für Kinder

ICHTERSHAUSEN/BERLIN (dpa). Lebensmittelbehörden warnen vor süßen Sprays für Kinder.

Eine aktuelle Warnung betrifft das in China hergestellte "Magic Spray ohne Zucker - Himbeere", das die Firma Rotstern aus Ichtershausen in Thüringen an Großhändler in ganz Deutschland verkauft hat.

Es könne wegen der besonderen Anwendungsform gefährlich sein, heißt es auf einem Internet-Portal der Bundesländer und des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit.

Das Spray kann direkt mit einer Pumpflasche in den Mund gesprüht werden, versehentlich aber auch in die Augen gelangen. Nach Angaben des Geschäftsführers Uwe Alsen wurde es zuletzt vor neun Monaten verkauft.

Zuvor habe das Unternehmen zehn Jahre lang problemlos mit der Süßigkeit gehandelt. Alsen will nun ein Gegengutachten anfertigen lassen. Kunden könnten das Spray zurückgeben.

Das Bundesamt für Risikobewertung (BfR) warnt generell vor sogenannten Candy-Sprays, die einen hohen Zitronensäuregehalt haben.

Dieser könne zu Irritationen von Haut und Mundschleimhaut führen, Atembeschwerden auslösen und die Zähne schädigen. Das Institut sieht auch die Anwendungsform kritisch.

Versehentlich könne das Spray in die Augen gelangen. Problematisch sei es zudem, wenn die Kinder den Sprühknopf abschrauben und die Flüssigkeit trinken.

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