Freitag, 18. April 2014
Ärzte Zeitung online, 24.12.2012

Rezept auf Nanobasis

Augentropfen verträglicher verabreichen

Dutch Venture Challenge Fall 2012 Preis geht an Nano-Team der Universitäts-Augenklinik Tübingen.

TÜBINGEN. Ein Forscherteam um Professor Martin Spitzer und Dr. Sven Schnichels von der Universitäts-Augenklinik Tübingen und vom niederländischen Zernike Institute for Advanced Materials Groningen wurde mit dem "Dutch Venture Challenge Fall 2012"-Preis ausgezeichnet.

Der Wettbewerb wird vom Netherlands Genomic Institute (NGI) ausgerichtet um den Transfer wissenschaftlicher Arbeiten zu fördern und ist mit 25.000 Euro dotiert, heißt es in einer Mitteilung des Universitätsklinikum Tübingen.

Das Team wurde für seine Entwicklung eines innovativen Applikationssystems für Augenmedikamente gewürdigt. Augentropfen enthalten normalerweise hohe Wirkstoffkonzentrationen, weil die Lidbewegungen und der Tränenfluss die Arznei-Bestandteile verdünnen und auswaschen.

Die hohen Wirkstoffkonzentrationen führen dabei häufig zu starken Nebenwirkungen, die Bereitschaft des Patienten, die Medikamente korrekt anzuwenden, sinkt.

Das binationale Team entwickelte eine nicht-toxische Rezeptur auf Nanobasis, die die Verfügbarkeit des Medikamentes im Auge deutlich erhöht.

Dadurch kann die Wirkstoffkonzentration bei der Verabreichung - beispielsweise von Augentropfen für Glaukompatienten oder bei Augenentzündungen - deutlich gesenkt werden, was eine bessere Verträglichkeit bedeutet. (eb)

|

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Top-Meldungen

Neuer Wirkstoff: Ein kleines Molekül stoppt Masern

Ein neues Molekül könnte bald Masern bei Ungeimpften stoppen. Zumindest bei Tieren klappt das ganz gut - mit einer Tablette und bei einem Masern-ähnlichen Virus. mehr »

Westafrika: Ebola-Ausbruch geht auf Kind zurück

Über 200 Erkrankte und 121 Tote: Der Ebola-Ausbruch in Westafrika wird wohl langsam eingedämmt. Eine erste Analyse zeigt jetzt: Ein Kind hat die Erkrankungswelle verursacht. Und: Das Virus ist parallel entstanden. Außerdem haben die Forscher den Weg des Ausbruchs nachgezeichnet. mehr »

Kinderklinik "Auf der Bult": "Haben Kind nicht abgewiesen"

Aufregung um das Kinderkrankenhaus "Auf der Bult": Ihm wird unterstellt, ein schwer­krankes Kind an der Pforte weggeschickt zu haben. Jetzt stellt der Ärztliche Direktor klar: Weder die ghanaische Mutter noch der Säugling wurden abgewiesen. mehr »