Montag, 28. Juli 2014
Ärzte Zeitung online, 24.12.2012

Rezept auf Nanobasis

Augentropfen verträglicher verabreichen

Dutch Venture Challenge Fall 2012 Preis geht an Nano-Team der Universitäts-Augenklinik Tübingen.

TÜBINGEN. Ein Forscherteam um Professor Martin Spitzer und Dr. Sven Schnichels von der Universitäts-Augenklinik Tübingen und vom niederländischen Zernike Institute for Advanced Materials Groningen wurde mit dem "Dutch Venture Challenge Fall 2012"-Preis ausgezeichnet.

Der Wettbewerb wird vom Netherlands Genomic Institute (NGI) ausgerichtet um den Transfer wissenschaftlicher Arbeiten zu fördern und ist mit 25.000 Euro dotiert, heißt es in einer Mitteilung des Universitätsklinikum Tübingen.

Das Team wurde für seine Entwicklung eines innovativen Applikationssystems für Augenmedikamente gewürdigt. Augentropfen enthalten normalerweise hohe Wirkstoffkonzentrationen, weil die Lidbewegungen und der Tränenfluss die Arznei-Bestandteile verdünnen und auswaschen.

Die hohen Wirkstoffkonzentrationen führen dabei häufig zu starken Nebenwirkungen, die Bereitschaft des Patienten, die Medikamente korrekt anzuwenden, sinkt.

Das binationale Team entwickelte eine nicht-toxische Rezeptur auf Nanobasis, die die Verfügbarkeit des Medikamentes im Auge deutlich erhöht.

Dadurch kann die Wirkstoffkonzentration bei der Verabreichung - beispielsweise von Augentropfen für Glaukompatienten oder bei Augenentzündungen - deutlich gesenkt werden, was eine bessere Verträglichkeit bedeutet. (eb)

|

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Top-Meldungen

Welt-Hepatitis-Tag: Die HCV-Therapie wird revolutioniert

Erfreuliches zum Welt-Hepatitis-Tag am 28. Juli: Bei der Entwicklung von Arzneien gegen Hepatitis C gibt es eine Revolution. Die neuen Mittel können oral verabreicht werden, und die Therapie ist kürzer als die bisherige Standardbehandlung. mehr »

Primärprävention: Keine generelle Absage zu ASS mehr

ASS ist in der kardiovaskulären Primärprävention umstritten. Eine Arbeitsgruppe der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC) plädiert nun in einem Positionspapier für "individuelle Entscheidungen". mehr »

Ärztemangel: Thüringen gibt vorsichtig Entwarnung

Vor fünf Jahren wurde in Thüringen die "Stiftung zur Förderung der ambulanten Versorgung" gegründet. Inzwischen wurden 100 junge Ärzte gefördert - die Chancen stehen gut, dass sie künftig im Land arbeiten. mehr »