Ärzte Zeitung, 09.02.2004

Brite nach Blut-Transfusion an vCJK erkrankt

EDINBURGH (mut). In Großbritannien ist möglicherweise ein Mensch über eine Bluttransfusion mit dem Erreger der neuen Variante der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit (vCJK) infiziert worden. Der Patient hatte 1996 im Alter von 62 Jahren eine Spende mit roten Blutkörperchen von einem Mann erhalten, der drei Jahre später an vCJK starb. Der Empfänger erkrankte ebenfalls und starb vor kurzem an vCJK, berichten Ärzte der britischen CJK-Überwachungs-Stelle (The Lancet, 363, 2004, 417).

Bisher wurden 48 Personen identifiziert, die Blutprodukte von später an vCJK-Erkrankten bekommen hatten. Anhand der vCJK-Inzidenz (jährlich ein Erkrankter pro 10 Millionen Einwohner) errechneten die Forscher eine Wahrscheinlichkeit von etwa 0,005 Prozent für eine vCJK-Erkrankung unter diesen Personen. Entsprechend gering sei die Wahrscheinlichkeit für eine andere Ursache als eine Bluttransfusion.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar:
Alte Ängste vor vCJK werden wach

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