Ärzte Zeitung, 28.07.2004

Erneut Infektion mit vCJK nach Bluttransfusion

LONDON (ast). In Großbritannien hat sich offenbar ein zweiter Patient über eine Bluttransfusion mit der neuen Variante der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit (vCJK) infiziert. Britische Behörden haben daraufhin strengere Bestimmungen für Blutspender angekündigt.

Anfang dieses Jahres war ein 70jähriger Mann an vCJK gestorben, der acht Jahre zuvor eine Bluttransfusion von einem vCJK-infizierten Patienten bekommen hatte. Daraufhin hat das britische Gesundheitsministerium allen Patienten, die zwischen 1980 und 1996 in Großbritannien Empfänger von Blutprodukten wurden, verboten, selbst Blut zu spenden.

Gesundheitsminister Dr. John Reid kündigte jetzt an, daß in Zukunft auch solche Patienten vom Blutspenden ausgeschlossen werden, die sich nicht erinnern können, ob sie seit Januar 1980 in Großbritannien eine Bluttransfusion erhalten haben. So soll die Gefahr einer vCJK-Ausbreitung weiter vermindert werden.

Der Grund für diese Verschärfung: Wie das britische Gesundheitsministerium bekannt gab, ist es bei einem weiteren Patienten wahrscheinlich, daß er sich durch eine Bluttransfusion mit vCJK infiziert hat. Zu den genauen Umständen der Infektion machte die Behörde bisher keine Angaben.

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