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Pathogene Prionen bestehen nur aus Eiweiß

BALTIMORE/DÜSSELDORF (mut). Forscher um den US-Nobelpreisträger Professor Stanley Prusiner aus Baltimore und Forscher der Universität Düsseldorf haben nun mit einem Experiment bewiesen, daß pathogene Prionen tatsächlich nur aus Eiweiß bestehen.

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Bisher ließ sich nicht völlig ausschließen, daß Prionpartikel auch Nukleinsäuren enthalten - etwa gut versteckt in Protein-Agglomeraten. Mit der Arbeit, die jetzt in "Science" (305, 2004, 673) veröffentlicht wurde, dürfte dies widerlegt sein. Mit Hilfe von gentechnisch veränderten Bakterien synthetisierten die Forscher ein Prion-Fragment.

Es ähnelte einem Prion-Abschnitt, wie er bei Menschen mit Gerstmann-Sträußler-Syndrom vorkommt, einer Prionerkrankung, die durch eine genetische Mutation ausgelöst wird. Das künstliche Prionfragment injizierten die Forscher Mäusen. Nach ein bis zwei Jahren bekamen die Tiere eine BSE-ähnliche Erkrankung, die sich wiederum auf andere Mäuse übertragen ließ. Veränderte Prionmoleküle genügen offenbar, um Krankheiten wie BSE und Creutzfeldt-Jakob zu übertragen.

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